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Klage auf Asylabgewiesen

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Von: Oliver Teutsch

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Homosexueller Algerier scheitert vor Gericht

Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat die Klage eines Algeriers gegen einen abgelehnten Asylantrag zurückgewiesen. Der 35-Jährige befürchtet, aufgrund seiner Homosexualität in der Heimat verfolgt zu werden. In der Urteilsbegründung am Dienstag wies das Gericht zunächst auf die vorherigen Asylanträge des Klägers hin, die alle abgelehnt worden waren, zum ersten Mal bereits 1998.

Gegenüber dem im November 2020 gestellten und abgelehnten Asylantrag habe sich politisch keine Änderung ergeben, wodurch schon die Voraussetzungen für einen weiteren Antrag nicht vorlägen. Das Gericht geht davon aus, dass der 35-Jährige in seiner Heimat nicht allein aufgrund seiner Homosexualität angeklagt werde. Der Kläger führte zwar aus, ihm fehlten Umarmen, Küssen und Händchenhalten in der Öffentlichkeit. Insofern sei aber von Bedeutung, dass Algerien nach der Auskunftslage eine konservative, stark heteronormative Gesellschaft sei, bei der die öffentliche Zurschaustellung von Zuneigungen auch schon unter heterosexuellen Paaren unüblich und verpönt sei. Gegen das Urteil ist der Antrag auf Zulassung der Berufung vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof möglich. Aktenzeichen 3 K 469/21.F.A ote

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