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Kalbach/Riedberg: Kita Sonnenwind erhalten

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Das angekündigte Aus für die Kita Sonnenwind in der Grundschule am Riedberg sorgt für Unmut bei Eltern und Ortsbeirat. 

Das Aus für die Kita Sonnenwind im Gebäude der Grundschule Riedberg, Zur Kalbacher Höhe 15, sorgt weiter für Unmut. So fordern Politiker und Eltern den Erhalt der Kindertagesstätte, wenn möglich an einem neuen Standort.

Da die Grundschule Riedberg ab dem nächsten Schuljahr fünfzügig wird, mangelt es zunehmend an Platz im Gebäude der Schule. Daher soll die Kita Sonnenwind perspektivisch geschlossen und die Kinder ab 2020 nach und nach in die nahegelegene Kita Schatzinsel integriert werden (FR berichtete).

„Für uns war das ein totaler Schock“, berichtet Christina Herzbach, Elternbeirätin der Kita Sonnenwind. Die Kita Sonnenwind ist eine der ältesten Einrichtungen auf dem Riedberg. In diesem Jahr wird sie 15 Jahre alt. „Es ist viel wert, ein so eingespieltes Team zu haben, das super mit den Kindern zusammenarbeitet“, lobt Herzbach. Zwar könnten Eltern verstehen, dass der Platz im Gebäude der Grundschule Riedberg künftig zu eng werde. Der vom Stadtschulamt präsentierte Lösungsansatz erscheint ihnen dennoch als „überhaupt nicht nachvollziehbar.“ Sie fordern stattdessen den Erhalt der Kita Sonnenwind an einem neuen Standort.

Caritas versteht den Unmut

Eine Forderung, der sich der Ortsbeirat 12 anschließt. In einem gemeinsamen Antrag sprechen sich CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke eindeutig für einen Erhalt der Kita Sonnenwind aus. Das Gremium befürchtet, dass ab 2020 jährlich eine Gruppe im Kindergarten Sonnenwind geschlossen werden könnte und der freiwerdende Raum fortan von Schulkindern genutzt wird.

Das bedeute aber auch, dass mit einem Abschluss des Umbaus der Kita-Räume für schulische Zwecke erst im Jahr 2023 zu rechnen sei. Dadurch sei zu befürchten, dass „in der Zwischenzeit ständig Unruhe in einer Kita herrscht, welche bisher für ihre Stabilität im Bereich Personal als auch für das Angebot eines halboffenen Konzepts mit unterschiedlichen Themenräumen bekannt und geschätzt ist“, wie es in dem Antrag heißt.

Betrieben wird die Kita Sonnenwind vom Caritasverband Frankfurt. Timm Kauhausen, Leiter der Verbandskommunikation, zeigt volles Verständnis für den Unmut der Eltern. „Auch wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt er. Der Verband werde aber dafür Sorge tragen, dass das gewohnte Umfeld der betreuten Kinder erhalten bleibe. Laut Kauhausen sieht auch die Caritas den Bedarf an einer weiteren Kindertagesstätte am Riedberg. Sie sei auch an der Übernahme der Trägerschaft einer neuen Einrichtung interessiert.

Der Ortsbeirat 12 tagt am Freitag, 29. März, um 20 Uhr im Familienzentrum Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b.

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