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Die Frisur in der Waagerechten dank „Kirsten“.

Wetter

„Kirsten“ legt Zoo und Palmengarten lahm

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Der Sturm beschädigt Bäume und Autos und legt in Frankfurt unter anderem den Zoo lahm. Ein Schwerpunkt des Unwetters liegt in Nordhessen.

Abbrechende Äste und umstürzende Bauzäune haben der Feuerwehr am Mittwoch eine Reihe von Einsätzen im gesamten Stadtgebiet beschert. In zwei Fällen stürzten Äste auf Autos, verletzt worden sei aber niemand, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Der Zoo schloss seine Pforten am Nachmittag aus Sicherheitsgründen. Rund 600 Besucher, die sich für den Nachmittag online angemeldet hatten, konnten sich aber das Geld zurückerstatten lassen. „Das Risiko mit unserem alten Baumbestand war uns für die Besucher zu groß“, sagte eine Sprecherin des Zoos. Der Palmengarten und der Botanische Garten hatten wegen der Sturmwarnung am Mittwoch gar nicht erst aufgemacht.

In Frankfurt rückte die Feuerwehr nach eigenen Angaben bis zum Abend zu 18 Einsätzen aus. Das Polizeipräsidium in Nordhessen sprach am Mittwochnachmittag von etwa 20 Einsätzen – die Region war gemäß Vorhersage am stärksten betroffen. Ein in Kassel umgewehter Baum stürzte einem Sprecher zufolge auf neun Autos.

Laut Sebastian Schapper vom Deutschen Wetterdienst war es vor allem am Morgen sehr windig. Am Frankfurter Flughafen wurde um 8 Uhr mit 71 km/h eine stürmische Bö gemessen. Im Stadtgebiet war der Wind nicht ganz so heftig. Im Laufe des Tages schwächte sich der Wind immer weiter ab. Laut Schapper sind solche stürmischen Böen im Sommer ungewöhnlich. Wegen der noch vollen Belaubung der Bäume sei es etwas gefährlicher als bei Winterstürmen, da die Bäume dem Wind mehr Angriffsfläche bieten. (mit dpa)

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