1. Startseite
  2. Frankfurt

Kiri-Bäume für das Frankfurter Klima

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Lukas Geisler

Kommentare

Er soll es richten: Baumpflanzaktion am Main.
Er soll es richten: Baumpflanzaktion am Main © Christoph Boeckheler

Stadt pflanzt Bäume, die viermal mehr CO2 als andere aufnehmen

Es ist ein grauer, regnerischer Morgen am Main. Zwischen der Alten Brücke und der Ignatz-Bubis-Brücke hat sich das Gras von dem Dürre- und Hitzesommer noch nicht erholt. Vor Ort sind Ulrich Christmann, Zurich-Vorstand Bankvertrieb, und Christian Dienst, Leiter der Abteilung Grünflächenunterhaltung im Grünflächenamt. Gemeinsam haben sie drei Kiri-Bäume gepflanzt. Die schnellwachsende Art hat die besondere Eigenschaft viermal so viel CO2 aufnehmen zu können wie andere Bäume.

Dienst sieht die Aufgabe des Grünflächenamts darin. „die Wald- und Grünflächen zu erhalten, um ein lebenswertes Frankfurt auch für unsere Enkel zu schaffen“. Dafür setzt das Grünflächenamt auf eigene Maßnahmen sowie auf Kooperationen mit Unternehmen, wie die Zurich-Gruppe Deutschland, die eine Tochterfirma des gleichnamigen Schweizer Versicherungsunternehmen ist. Bei den Kiri-Bäumen, die in China beheimatet sind, sei wichtig zu testen, ob der Baum „großstadtfähig“ sei. Insgesamt werden es zwölf Exemplare sein. Noch in dieser Wintersaison spendet die Zurich-Gruppe 24 000 weitere heimische Baumsetzlinge für den Stadtwald. „Die Zahl klingt sehr hoch“, erklärt Christian Dienst, „aber das ist nicht außergewöhnlich viel.“ Dabei hätten die Dürre und die Hitze dem Baumbestand der Stadt stark zugesetzt. „Ich bin froh, dass es in der letzten Woche geregnet hat“, fügt er hinzu.

Kostenloser Klima-Newsletter

Einmal pro Woche veröffentlicht die Frankfurter Rundschau einen kostenlosen redaktionellen Newsletter zum Klimaschutz.

Jetzt abonnieren: Klima-Newsletter der FR

Für die Stadt Frankfurt ist die Kiri-Baumpflanzung allerdings ein wichtiger erster Schritt. Viele Bäume musste das Grünflächenamt in den letzten Monaten bewässern. Es sei möglich, dass viele heimische Bäume die Klimakrise nicht überstünden. Dass die Böden immer noch sehr trocken seien, erkenne man an den für die Kiri-Bäume ausgehobenen drei Pflanzlöchern. „Staubtrocken ist die Erde“, sagt Dienst und zeigt auf Erdhaufen neben dem frisch gesetzten Baum.

Auch interessant

Kommentare