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So wie beim Evangelischen Kirchentag 2001 wird es in diesem Jahr nicht aussehen.
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So wie beim Evangelischen Kirchentag 2001 wird es in diesem Jahr nicht aussehen.

Ökumene

Kirchentag in Frankfurt fast ohne Gläubige

  • Peter Hanack
    vonPeter Hanack
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Besucher:innen sollen nur zu den Gottesdiensten nach Frankfurt kommen. Die Veranstaltenden versprechen ein „pralles Online-Angebot“ zum Mitmachen.

Der als großes gemeinsames Fest gedachte ökumenische Kirchentag in Frankfurt im Mai nächsten Jahres wird weitgehend ohne Besucher und Besucherinnen stattfinden müssen. Lediglich zu den Gottesdiensten sollen Gläubige kommen dürfen. Wie viele, ist noch ungewiss. Ansonsten setzen die Veranstaltenden auf Digitalität und Dezentralität.

Ursprünglich sollten einmal mehr als 100 000 Menschen in Frankfurt zusammenkommen. Die Messehallen sind schon lange dafür gebucht, ein großes Straßenfest stand auf dem Programm, für den Abschlussgottesdienst war das Waldstadion im Gespräch.

Bereits vor einigen Wochen stand angesichts der Corona-Pandemie fest, dass das so nicht funktionieren würde. Daraufhin wurde umorganisiert, der Kirchentag sollte mit insgesamt maximal 30 000 Menschen als Hybridveranstaltung über die Bühne gehen. Doch auch das wird nun nichts.

Am Donnerstag haben die Veranstaltenden nach einer Sondersitzung des Kirchentagspräsidiums angekündigt, dass fast alle Programmpunkte nur noch online stattfinden werden. Die Stadt Frankfurt habe mitgeteilt, sie könne sich eine Großveranstaltung mit zahlreichen Gästen nicht vorstellen.

„Die gute Nachricht ist, wir gehen neue Wege“, versuchte Generalsekretärin Julia Helmke der Situation etwas Positives abzugewinnen. Es werde versucht, über Onlineangebote möglichst viele Menschen und Kirchengemeinden anzubinden. „Es wird aus Frankfurt ein digitales, aber pralles Programm mit zahlreichen Beteiligungsmöglichkeiten geben“, sagte Helmke. Wie genau das aussehen soll, werde in den nächsten Wochen konzipiert und veröffentlicht. Fest steht dagegen, dass es am Himmelfahrtstag, 13. Mai, 10 Uhr, einen Eröffnungsgottesdienst geben wird. Dieser soll mit Anwesenheit von Gläubigen stattfinden und gleichzeitig per Video übertragen werden. Als Veranstaltungsort kommt die Weseler Werft infrage.

Als Hybridveranstaltung ist auch der Abschlussgottesdienst am Sonntag, 16. Mai, geplant, wahrscheinlich am gleichen Ort. Samstagabend sollen zudem zahlreiche ökumenische Gottesdienste in Frankfurter Gemeinden gefeiert werden.

„Zwangsläufig lernen wir aus der jetzigen Situation sehr viel“, sagte Helmke. Der Kirchentag werde auch dafür genutzt, neue dezentrale Formate auszuprobieren. Die Erfahrungen daraus könnten für spätere Veranstaltungen genutzt werden. Dies könne schon für den Katholikentag 2022 in Stuttgart und den Evangelischen Kirchentag 2023 in Nürnberg gelten. Zudem sollten diese Treffen ökumenischer als bisher gestaltet werden.

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