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Das Zoo-Gesellschaftshaus soll ein Kindertheater werden.

Kultur 

Kindertheater am Frankfurter Zoo

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Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) will das Zoo-Gesellschaftshaus umbauen lassen. Am Ost-Eingang soll ein Zentrum für Artenvielfalt entstehen.

Frankfurt will ein Theater für Kinder- und Jugendliche bauen, nach dem Vorbild der Institutionen in Stuttgart, Leipzig und Dresden. Als Standort eigne sich das Zoo-Gesellschaftshaus im Ostend, das 1875 im klassizistischen Stil errichtet worden sei und nun ohnehin einer Sanierung bedürfe, sagte die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

Sie stellte am Freitag ein „Gesamtkonzept“ vor, über das die Stadtverordneten bis zur Sommerpause entscheiden sollen. Neben dem Kinder- und Jugendtheater ist darin die fortgeführte Sanierung des Zoos und das neue „Conservation Center“, ein Zentrum für Artenvielfalt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, vorgesehen.

Das Kinder-und Jugendtheater am Haupteingang des Frankfurter Zoos soll je nach Variante einen großen Saal für bis zu 500 Personen oder zwei Spielstätten für jeweils 160 und 328 Personen enthalten. Auch das Fritz-Rémond-Theaters sei gesichert, ungeachtet der Frage, ob Direktor Claus Helmer die Spielstätte weiterführen wolle.

Das neue Kinder- und Jugendtheaterin Frankfurt soll im Zoo-Gesellschaftshaus, Bernhard-Grzimek-Allee 1, entstehen. Die Bauzeit soll von 2023 bis 2026 sein. Die Kosten werden mit 48 bis 52 Millionen Euro angegeben. Kulturderzentin Hartwig wirbt um eine Beteiligung des Landes Hessen.

Das neue Conservation Centerder Zoologischen Gesellschaft Frankfurt soll an der Rhönstraße gebaut werden. Der derzeitige Ost-Eingang wird ins Erdgeschoss integriert. Kosten: 19,5 bis 22,5 Millionen Euro. Bauzeit: 2021 bis 2023. fle

Die Schauseite des Gesellschaftshauses nach Osten zum Zoo hin solle wieder ihren ursprünglichen Charakter erhalten, sagte Andreas Schröder, Geschäftsführer der städtischen Projektgesellschaft Museumsbausteine Frankfurt, die auch für den Bau des neuen Jüdischen Museums verantwortlich ist. Ein Zwischengeschoss werde abgerissen. Die Statik bleibe erhalten. Neben Büros für die Verwaltung und Multifunktionsräumen seien Werkstätten und Räume für die Theaterpädagogik vorgesehen. Eine kleine Gastronomie soll sich um Catering für Veranstaltungen kümmern. Eine Ausstellung zur Artenvielfalt, die auf das geplante „Conservation Center“ am Osteingang des Zoos hinweise, werde integriert, sagte Schröder. Er hatte sich in der „Lenkungsgruppe“ mehr als anderthalb Jahre mit dem Projekt befasst.

Am Osteingang, der als „Entrée Ost“ bezeichnet wird, will die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, die sich international für den Artenschutz engagiert, ihren neuen Hauptsitz errichten. Gezeigt wurde der Entwurf eines bumerangförmigen Gebäudes an der Rhönstraße. Dort soll im Erdgeschoss der Besuchereingang eingebunden werden. Ein Stockwerk des Hauses sei für die Zoo-Verwaltung, ein weiteres für das „Conservation Center“, in dem neben der Zoologischen Gesellschaft auch Forscher der Goethe-Universität Frankfurt arbeiten sollen, vorgesehen. Die Finanzierung werde teilweise von Stiftungen übernommen, sagte Michael Brombacher von der Zoologischen Gesellschaft.

Aber auch die Stadt muss einen Anteil leisten. Für die Umgestaltung des Zoo-Gesellschaftshauses und das „Conservation Center“ würden Architektenwettbewerbe ausgeschrieben, sagte Schröder. Stadträtin Hartwig kündigte an, im Jahr 2020 eine Million Euro für die Planung des Kinder- und Jugendtheaters bereitzustellen, 2021 dann weitere zwei Millionen Euro. „Das Kinder- und Jugendtheater soll ein Haus für alle Menschen sein. Es wird wegen der Nähe zum Zoo eine magnetische Wirkung erzielen.“ Schon jetzt sei die Nachfrage nach Theater für Kinder und Jugendliche höher als das Angebot. Um eine Förderung des Landes zu ermöglichen, sei sie in „guten Gesprächen“ mit der neuen hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn (Grüne).

Zoo-Direktor Miguel Casares führte aus, dass der Zoo eine neue gastronomische Nutzung erhalte – über Pommes Frites, Waffeln und Nachos hinaus. Zunächst soll die neue Gastronomie am zentralen Spielplatz in der Zoo-Mitte unterkommen. Geplant seien darüber hinaus „gastronomische Inseln“. In einer zweiten Phase gebe es Gastronomie im denkmalgeschützten Flusspferdehaus, das nicht mehr artengerecht sei. Flusspferd Petra muss dann wohl ausziehen.

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