Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona-Virus

Kinderinteressen in den Fokus

Frankfurter Kinderbeauftragte appellieren an die Politik / Depressionen nähmen massiv zu

Die Frankfurter Kinderbeauftragten haben in einem Positionspapier auf die schwierige Situation von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie aufmerksam gemacht. Sie fordern die Entscheiderinnen und Entscheider auf Landes- und Bundesebene, die Kinderinteressen endlich angemessen zu berücksichtigen. Der Brief ist unter anderem an die Bundeskanzlerin, den hessischen Ministerpräsidenten und weitere Minister:innen des Bundes und Landes adressiert.

In dem Positionspapier weisen die 24 Männer und Frauen auf die große Solidarität hin, die Kinder und Jugendliche in der zurückliegenden Zeit bewiesen haben. „Regelungen zu Hygiene, Abständen, Masken und zum Testen werden von ihnen umgesetzt und eingehalten“, heißt es. Sie hätten sich an vieles angepasst und auch auf einiges verzichten müssen.

Die Gesellschaft nehme den Kindern aktuell aber Zukunftsaussichten und den lebenswichtigen Raum, um sozial und emotional zu wachsen. Depressionen bei Kindern nähmen massiv zu. Gesundheit und Immunsystem der Kinder werde durch zu wenig Bewegung, zu wenig frische Luft und zu viel Medienkonsum nachhaltig geschwächt. Manchen Kindern fehle die so wichtige warme Mahlzeit am Tag. Institutionelle Mechanismen der Gewaltprävention griffen derzeit nicht; der Aufbau von Freundschaften werde unterbunden, soziale Interaktion untereinander verhindert.

„Kinder nehmen sehr wohl wahr, dass ihr Leben massiv eingeschränkt wird“, steht im Papier. Ihnen mache die Regierung verpflichtende Vorgaben, während es im Arbeitsleben für sehr viele Menschen lediglich bei Appellen und Angeboten bleibt. Dies werde als unfair empfunden.

Die Kinderbeauftragten kritisieren besonders, dass in der Abwägung der Corona-Beschränkungen echte Fürsprecher:innen der Kinder nicht gehört würden. Auch die jungen Menschen selbst kämen überhaupt nicht zu Wort. Bei weiteren Entscheidungen müssten Kinder und Jugendliche mit in den Blick genommen werden. Wenn es nun Erleichterungen für Geimpfte gebe, müsse man auch über Erleichterungen für Kinder sprechen. „Kinder und Jugendliche brauchen Perspektiven für ein gutes Leben, wir müssen ihnen diese nun endlich geben!“

Perspektivisch werde es ausreichend finanzielle Mittel und viel mehr Fachpersonal in den Schulen, den Kitas, Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen sowie den Beratungsstellen brauchen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare