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Guido Firle vor dem Anbau, der ein begrüntes Dach bekommen hat.

Frankfurter Berg

Kinder bringen Farbe in die Kita

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Die Bethaniengemeinde hat ihre Kindertagesstätte am Wickenweg um- und ausgebaut. Es stehen dort nun rund 100 Betreuungsplätze zur Verfügung.

Guido Firle und Katja Peglow sind mehr als zufrieden. Das ist ihren Gesichtern beim Rundgang durch die Kita der Bethaniengemeinde am Wickenweg anzusehen. Die beiden Mitglieder des Kirchenvorstandes freuen sich, dass der Um- und Anbau so schön geworden ist, und das auch vor allem in einer bemerkenswert kurzen Zeit.

Knapp elf Monate hat es nur gedauert, vom Spatenstich bis zum Einzug der ersten Kinder. Der Vorsitzende Guido Firle blickt zurück: „Uns war schon länger klar, dass wir die zwei Betriebsstätten Kita und Hort zusammenführen wollten. Außerdem ergab sich ein Bedarf an U3-Gruppen.“ Da zudem das alte Gebäude dringend kernsaniert werden musste, nahm die Gemeinde alle drei Aspekte zum Anlass für umfangreiche Bauarbeiten.

Aus der ehemaligen Wohnung für die Kita-Leiterin wurde ab Oktober 2017 der neue Hort, der bislang im Gemeindehaus untergebracht war. 20 Plätze hat der neue Hort.

Die Kita wurde derweil umfassend saniert. Neue Wände, neue Möbel, alles nach neuesten Standards. Bodenheizung, LED-Lampen, ausgetauschte Heizungen - und alles riecht noch frisch.
60 Kinder sind in drei Gruppen aufgeteilt, sie gestalten nach und nach selbst ihre Umgebung.

„Die Architekten hatten ein klares Farbkonzept vor Augen“, sagt Firle, und verwundert mit dieser Aussage etwas. Denn die Wände sind alle in der gleichen hellen Farbe gestrichen. „Die Farbe bringen die Kinder rein, durch ihre Kleidung, durch Spielzeug“; klärt Firle auf, der auch den Vorsitz des internen Bauausschusses inne hatte. 

Und diese Farbe ist schon an vielen Stellen zu sehen. Hier stehen mehrere rote Bobby-Cars herum, dort haben die Kinder gebastelt und die Ergebnisse an die Wand geklebt. Auf den Fluren fallen die bunten Garderoben auf, an denen Fotos klar zeigen, wo welches Kind seine Jacke und Schuhe platzieren soll.

An einer dieser Garderoben macht Katja Peglow eine Pause. Unscheinbar sieht das Holzgestell aus, doch es steht sinnbildlich für die Vorgehensweise beim Bau. „Wir wollten frühzeitig alle Mitarbeiter mit einbeziehen“, sagt Peglow. Und damit meint sie alle rund 25, auch die Reinigungskräfte. Eine von ihnen habe bei einem Rundgang die fest installierten Garderoben kritisiert. Daraufhin wurden diese verändert, nun lassen sich die einzelnen Elemente verschieben, es kann besser geputzt werden. 

Das kommt auch den U3-Kindern zugute. Die verteilen sich auf zwei Gruppen zu je elf Plätzen, die alle schon vergeben sind. Was noch fehlt: die Außenanlagen. Die sollen Ende Oktober fertig werden, inklusive Sandkasten und Bolzplatz. Im April 2019 soll dann die offizielle Eröffnung der Einrichtung folgen. 

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