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Auch alles für die eigene Grüne-Soße-Kreation ist auf dem Festival zu haben.

Frankfurt

Kill Dill!

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Das Grüne-Soße-Festival auf dem Roßmarkt ist wieder da – grüner, größer und wortverspielter denn je.

Willkommen in der Wortspielhölle. Für die musikalische Unterhaltung sorgt, zumindest am Samstagnachmittag, René Moreno. Für auserlesene Wortspielqualen sorgen echte Vollprofis: Die „Puffermuddis“ etwa verkaufen Reibekuchen, am Stand nebendran gibt es Frühstücksbrettchen zu kaufen, die „Make America Grie Again!“ fordern – oder auch ein T-Shirt, auf dem ein Samuraischwert, diverse zerhackte Kräuter sowie die unmissverständliche Aufforderung „Kill Dill!“ prangt. Auch für das leibliche Wohl ist in der Wortspielhölle bestens gesorgt.

Den Eingang zur Wortspielhölle kann man seit vergangenem und noch bis kommenden Samstag auf dem Rossmarkt finden. Und wenn jetzt einer sagt: Moment mal, da ist doch derzeit das Grüne-Soße-Festival, der hat auch nicht unrecht, denn Wortspielhölle und Grüne-Soße-Festival gehen heuer Hand in Hand.

Nach wie vor spielt dort natürlich die eigentliche Musik am Abend, wenn knapp 50 Köche bei zahlenden Gästen um die Krone des Grüne-Soßen-Königs buhlen – die Karten für diese Abende sind in der Regel schneller verkauft, als man „Dill“ sagen kann – immerhin, ein paar Restkarten gibt es noch, erhältlich im Internet unter www.gruene-sossen-festival.de.

Soßendorado

Aber auch für die kartenlosen Zaungäste hat sich das Festival mittlerweile zu einem Soßendorado gewandelt. Rund um das Zelt verkaufen täglich ab 11 Uhr nicht nur die Puffermuddis Reibekuchen mit Grie Soß, es gibt dort ebenso die über jeden Zweifel erhabenen Klassiker (Kartoffeln und Ei) neben eher Experimentellem (Falafel mit Soß, Frankfurter Kartoffelsuppe mit Grüne-Soße-Pesto) bis hin zu Dingen, die wie Scherzartikel klingen (Schokoladenpraline mit Grie-Soß-Füllung) und womöglich auch sind.

Am Rande des Festivals findet sich ein Plakat, das betroffen macht. „7 505 176 114 Menschen kennen keine Grüne Soße“, ist dort zu lesen. Vornehmste Aufgabe des Festivals muss es in den kommenden Jahren sein, diese Zahl unter die magische Sieben-Milliarden-Grenze zu drücken. Dafür ist alles erlaubt: Gewagte kulinarische Experimente ebenso wie Wortspiele. Und zumindest bei letzterem ist noch jede Menge Luft. Kräuter mit so klangvollen Namen wie Borretsch, Kresse oder gar Pimpinelle lassen in dieser Hinsicht Schlimmes befürchten.

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