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Bald wieder mit Blick aufs Wasser: das Goldhähnchen.
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Bald wieder mit Blick aufs Wasser: das Goldhähnchen.

Alte Brücke

Kikerikiii, der Hahn kehrt zurück

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Der sagenumwobene Brickegickel zieht wieder auf die Alte Brücke. Die Stadt und der Brückenbauverein lassen sich das was kosten.

Um den Brickegickel, der im kommenden Frühjahr wieder auf die Alte Brücke zieht, rankt sich eine uralte Sage. Sie geht so: Ein Brückenbaumeister und Steinmetz erstach bei einem Besuch in Frankfurt im Streit einen Mann. Der Baumeister wurde verhaftet und zum Tode verurteilt, bekam aber vom Rat der Stadt die Möglichkeit eingeräumt, am Leben zu bleiben: Falls er es schaffen sollte, binnen einer Frist die Alte Brücke aus Stein neu zu errichten.

Der Baumeister machte sich ans Werk. Doch der Main zeigte seine Tücken, mit Hochwasser und Eisgang. Die Zeit verstrich. In seiner Not rief der Baumeister erst den Himmel an, der ihm nicht half, dann den Teufel. Dieser versprach, die Brücke vor Ablauf der gesetzten Frist zu errichten. Als Lohn forderte der Teufel die Seele des ersten Wesens, das über die Brücke lief. Das tat aus Tradition der Baumeister selbst.

Als der Teufel den Bau vollendet hatte, ängstigte sich der Mann um seine Seele. Dann fiel ihm etwas ein. Er scheuchte am Tag der Eröffnung einen Hahn über das Bauwerk, dem der Teufel die Seele raubte. Der Baumeister blieb verschont und stiftete bei seiner Abreise das Kruzifix mit dem Hahn. Soweit die Sage.

Das Kreuz und der Hahn sind seit Jahrhunderten mit der Alten Brücke verknüpft. Sie ist die älteste Brücke in der Stadt, im frühen 13. Jahrhundert taucht sie erstmals in Urkunden auf. 1401 wird das Kreuz mit dem Hahn an der Spitze zum ersten Mal erwähnt, eine Darstellung datiert auf das Jahr 1405. Das Kreuz sollte den Schiffern die tiefste Stelle des Fahrwassers anzeigen. Zum Tode Verurteilte ließen die Stadtoberen im Angesicht des Kreuzes von der Brücke werfen. Der letzte Blick auf der christliche Symbol sollte sie reuig stimmen.

Der Brickegickel stand zuletzt auf der Bastion der Alten Brücke und wurde zur Sanierung 2013 abgebaut. Im Frühjahr 2018 soll er wieder an seinen angestammten Platz zurückkehren, in der Mitte der Brücke, sagten Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und der Vorsitzende des Brückenbauvereins, Christoph Mäckler. Die Sanierungskosten für das Wahrzeichen tragen die Stadt und der Brückenbauverein, rund 243 000 Euro.

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