Frankfurt-Nordwest

Grundschule in Not

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Der Kerschensteiner-Förderkreis kämpft für die Erweiterung der Grundschule.

Manches Thema beschäftigt den Ortsbeirat 7 seit Jahren. Das kann zuweilen entmutigen. Ein wenig immerhin erleichtert zeigte sich Ortsvorsteherin Michaela Will beim Neujahrsempfang des Gremiums am Dienstag in der Aula des Liebiggymnasiums in Westhausen. Das Amt für Bau und Immobilien (ABI) und Baudezernent Jan Schneider (CDU) haben die Dringlichkeit beim Problemfall Kerschensteinerschule erkannt.

„Wir bleiben dran, damit es endlich weitergeht“, sagte Michaela Will – auch an die Adresse des Förderkreises der Kerschensteinerschule gewandt, der mit dem diesjährigen Stadtteilpreis ausgezeichnet wurde. „Der Förderkreis ist in Hausen sehr aktiv und präsent“, würdigte Will bei der Verleihung der Urkunde und des Schecks über 250 Euro. Die Vorsitzende des Förderkreises, Sabine Dziallas, ging in ihren Dankesworten auf die prekäre Situation der Grundschule ein. Schon vor gut zwölf Jahren hätte der Baubeginn quasi bevorstanden. Nichts sei seither passiert.

„Die Schule platzt aus allen Nähten. Die Kinder müssen in der Mensa im 15-Minuten-Takt essen. Wir Eltern sind sehr enttäuscht“, betonte Dziallas und appellierte an den Ortsbeirat und die städtischen Vertreter: „Bleiben Sie am Ball, damit die Bagger endlich rollen können.“

Den Stadtteilpreis teilt sich der Förderkreis mit dem „Offenen Singen“, zu dem der Bürgerverein Praunheim seit zehn Jahren immer am ersten Dienstag im Monat einlädt, berichtete Vorstandsmitglied Harald Berg. Jeder, der Lust am Singen hat, kann mitmachen. Mittlerweile kommen bis zu 100 Teilnehmer aus Praunheim, den angrenzenden Stadtteilen aber auch aus Bad Homburg, Oberursel, für die der Bürgerverein vorher Brötchen schmiert. Kostenlos, betonte Berg. Daher ist das 250-Euro-Preisgeld sehr willkommen.

Und dann überraschte Ortsvorsteherin Will noch zwei, seit Jahrzehnten im Ortsbezirk ehrenamtliche Engagierte. Sie ehrte die beiden für ihr unermüdliches, über das übliche Maß hinaus gehende Engagement: die Rödelheimer Sozialbezirksvorsteherin Ingrid Kruske, die sich hartnäckig für die Interessen und Rechte älterer Menschen in ihrem Stadtteil einsetzt, sowie den ehemaligen Ortsvorsteher und stellvertretenden Ortsgerichtsvorsteher Peter Sondag.

Bei anderen Themen wirkt Will nicht glücklich. Etwa bei der seit Jahren dramatischen Verkehrsbelastung auf der Westerbach- und Gaugrafenstraße, die sich durch die bauliche Entwicklung des Areals an der Gaugrafenstraße und des Ausbaus von Continental weiter zuspitzen werde. Der von der Stadt „vorgestellte Lösungsansatz hat uns nicht überzeugt“, betonte Will.

Auch die Schulthemen generell sind Dauerbrenner bei den Sitzungen des 7ers. Immerhin seien beim Bau des Gymnasiums Nord in Westhausen Fortschritte zu beobachten. Auch konkretisiere sich die Realisierung einer katholischen Schule im Industriehof.

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