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Auf die richtige Bedienung des Lüftungssystems kommt?s bei Passivhäusern an: die Viktoria-Luise-Schule in Bockenheim.
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Auf die richtige Bedienung des Lüftungssystems kommt?s bei Passivhäusern an: die Viktoria-Luise-Schule in Bockenheim.

Bockenheim

Keine Schadstoffe in Viktoria-Luise-Schule

  • Julian Loevenich
    VonJulian Loevenich
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Nachdem Kinder über Beschwerden geklagt hatten, hatte das Gesundheitsamt den Schadstoffgehalt in der Bockenheimer Schule gemessen. Gestern wurde der Ortsbeirat über die Ergebnisse informiert.

Keine Schadstoffbelastungen: Das war vergangene Woche das Ergebnis der Untersuchungen an der Viktoria-Luise-Schule in Bockenheim, nachdem im Winter zuvor Kinder über gesundheitliche Beschwerden geklagt hatten. Am Montagabend nun hat Ursel Heudorf vom Gesundheitsamt der Stadt im Rahmen der Sitzung des Ortsbeirates 2 die genauen Ergebnisse der Schadstoffuntersuchung vorgestellt.

Demnach, so Heudorf, seien die Beschwerden zurückzuführen auf einen hohen CO2-Gehalt im Winter und Sommer. Der wiederum sei durch die sogenannte Raumlufttechnische Anlage (RLT) verschuldet. „Im Sommerbetrieb lief sie nicht, weil sie zu dieser Zeit generell ausgeschaltet ist, und im Winter war sie ausgefallen“, sagte Heudorf.

Belüftungsanlage war abgeschaltet

Da es sich bei der Viktoria-Luise-Schule um ein Gebäude in Passivhausbauweise handelt, bedarf es der Anlage zur Luftzirkulation. „Es fehlte an der Schule allerdings an dem Wissen über die RLT“, sagte Heudorf. Dass die Anlage nicht lief, habe somit nicht erkannt werden können. Ebenso habe es an der Kommunikation über manuelle Lüftungsmöglichkeiten über die Fenster im Sommer gemangelt.

Bei Messungen mit laufender Anlage im Winterbetrieb seien – ebenso wie bei normalem Sommerbetrieb – sehr gute CO2-Werte gemessen worden, deutlich besser sogar als in früheren Untersuchungen in Frankfurt, sagte Heudorf. Zukünftig solle es in den Räumlichkeiten eine CO2-Ampel geben, die bei zu hohen Werten Alarm schlägt.

Bei den von Eltern geforderten Untersuchungen auf PAK, PCB, Pestizide, Isozyanate, Asbest, Feinstaub und Schimmel blieben die Messungen ebenfalls unterhalb der Richtlinien, erklärte Heudorf.

Passivbauweise fragwürdig

Abgesehen von der Darstellung der Messdaten kritisierte Heudorf die Passivhausbauweise. Schon vor zehn Jahren habe es beim Bau solcher Gebäudetypen Probleme gegeben. „Durch die dicke Dämmung ist es zwar im Winter warm – im Sommer aber auch“, sagte Heudorf. Teilweise herrschte in den Räumen morgens schon eine Temperatur von 25 Grad. Man werde deshalb weiter über die Passivhausschulen diskutieren müssen.

Das wird künftig auch in der neu eingerichteten Arbeitsgruppe für Gesundheit und Schule geschehen. Bei einigen Eltern hingegen riefen die Ergebnisse der Untersuchungen Unmut hervor. Dass ihr Kind immer noch Beschwerden habe, klagte eine Mutter; besonders der Wert der Ameisensäure sei nach wie vor sehr hoch. Heudorf beschwichtigte jedoch, dass Ameisensäure, auch als Methansäure bekannt, in den gemessenen Werten nicht schädlich sei für die Kinder der Schule. Sie verwies ohnehin darauf, sich erst einmal den von der Stadt veröffentlichen Untersuchungsbericht durchzulesen.

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