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S-Bahn (Symbolbild).
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S-Bahn (Symbolbild).

Sperrung S-Bahntunnel

Keine Panik wegen Sperrung

Es gibt also keinen Grund, in Panik ausbrechen oder gar aufs Auto umzusteigen. Auch ohne S-Bahn wird es auf den Straßen in und um Frankfurt nicht zum Stillstand kommen. Jeder Fahrgast erreicht am Ende sein Ziel, wenn auch später und umständlicher. Der FR-Kommentar.

Es ist ein großes Rad, das die Deutsche Bahn mit dem RMV und den Verkehrsgesellschaften von Frankfurt und Offenbach zu drehen hat. Eine logistische Herausforderung, die allein mit gemeinsamen Anstrengungen zu bewältigen ist. 100 000 Fahrgäste steigen plötzlich auf Bus, U-Bahn oder Tram um, weil die S-Bahn sie nicht mehr in die City transportieren kann. Was für ein Szenario!

Wäre dies eine Situation ohne Ansage, würde garantiert das blanke Chaos ausbrechen. Krisenmanagement ist bekanntlich nicht gerade die Stärke der Bahn. Die Informationspolitik bei Störungen grottenschlecht, Beispiele dafür gibt es zuhauf. Doch auf die Folgen der Tunnelsperrung konnte sich das Schienenunternehmen lange Zeit vorbereiten. Und die Erfahrung aus der dreiwöchigen Sperrung des Frankfurter Citytunnels im Sommer 2006 zeigt, dass es möglich ist, einen Baustellen-Fahrplan so zu organisieren, dass er zuverlässig funktioniert.

Es gibt also keinen Grund, in Panik ausbrechen oder gar aufs Auto umzusteigen. Auch ohne S-Bahn wird es auf den Straßen in und um Frankfurt nicht zum Stillstand kommen. Meist wird die Reise etwas länger dauern, oft wird sie umständlicher sein oder unbequemer. Doch jeder Fahrgast erreicht am Ende sein Ziel.

Dieses Versprechen haben Bahn und RMV gegeben und es gibt keinen Grund zu bezweifeln, dass sie es halten können. Der Ersatzfahrplan wirkt ausgeklügelt und üppig. Sollte es irgendwo klemmen, besteht die Möglichkeit, nachzujustieren. Doch darauf alleine kommt es nicht an. Fast genauso wichtig ist die richtige Ansprache der betroffenen Kunden. Jeder Fahrgast muss unkompliziert und schnell die Information erhalten, wie er zu seinem Ziel kommt.

Seien wir optimistisch

Wer täglich online unterwegs ist, wird damit weniger Schwierigkeiten haben als jene, die die moderne Kommunikationswege nicht nutzen können oder wollen. Deshalb ist es ganz wichtig und richtig, an den neuralgischen Stationen echte Menschen zu postieren, die kompetent Auskunft geben.

Eigentlich müsste also alles glattgehen, wenn die S-Bahn-Röhre am 25. Juli für vier Wochen dichtgemacht wird. So weit die Theorie. Der Rush-hour-Verkehr in der Woche danach ist die Praxis. Dann wird sich zeigen, ob die Planer richtig lagen.

Alle Eventualitäten können auch sie nicht absichern. Sollte es aus welchen Gründen auch immer zu unplanbaren Problemen im Betriebsablauf kommen, dann muss der Kunde sicher sein, dass er zeitnah und gründlich informiert wird. Das ist Professionalität, das ist moderner öffentlicher Nahverkehr, der diesen Namen verdient. Und das ist angesichts der nicht gerade niedrigen Fahrpreise beim RMV auch zu erwarten.

Seien wir also optimistisch: Er wird schon nicht allzu nervig, der Sommer ohne den S-Bahn-Tunnel. Er kann sich sogar zum spannenden Abenteuer entwickeln. Wer seine eingetrampelten Pfade verlässt und sich auf neue Wege begibt, wird einiges entdecken. Vielleicht auch die Vorteile des Fahrrads, des Gehens oder auch des Busfahrens. Denn Letztere verkehren nicht durch ein dusteres Loch im Untergrund, sondern wer aus dem Fenster schaut, erfährt buchstäblich die Stadt.

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