Bergen-Enkheim

Keine neue Route für Bus 551

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Haltestelle am Friedhof ist dem Ortsbeirat zu wichtig, um sie aufzugeben. Vor allem Senioren nutzen die Verbindung.

Der Bus 551 wird seine Route über den Neuen Weg beibehalten. Das hat der Ortsbeirat 16 beschlossen. „Außer der SPD hat keiner für den Antrag gestimmt“, verkündete Ortsvorsteherin Renate-Müller Friese (CDU) bei der Sitzung am Dienstag.

Die SPD hatte gefordert, die Buslinie 551, die zwischen Gravenbruch und Bad Vilbel verkehrt, in Richtung Bad Vilbel ab Haltestelle Florianweg über die Vilbeler Landstraße umzuleiten und an der Marktstraße in die bisherige Streckenführung zurückzuführen. Doch: Unter Enthaltung von „Wir Bergen-Enkheimer“ (WBE) wurde der SPD-Antrag schon vor Beginn der Sitzung abgelehnt.

Für Pro und Kontra fanden nicht nur Ortsbeiräte, auch anwesende Bürger, zahlreiche Argumente, die emotional diskutiert wurden. Seit Jahren empfinden Anwohner des Neuen Wegs die Verkehrssituation als untragbar. Wegen der Steigung der Straße müssen PKW und zwei halbstündlich passierende Busse stark anfahren, was zu einer untragbaren Lärmbelästigung führe. Diesen Standpunkt vertraten Anwohner und die Antragsteller.

„Alte Leute können nicht gut laufen, ich komme den Berg auch nicht mehr gut hoch“, begründete Seniorenbeirat Oscar Pfreundschuh, warum die Linie weiter unbedingt diesen Weg nehmen und damit die Haltestelle „Friedhof Enkheim“ anfahren müsse. „Und es sind eben vor allem alte Menschen, die zum Friedhof gehen.“ Das sei auch der Grund, weswegen das Gros des Ortsbeirats die Veränderung nicht umgesetzt sehen wollte, so Müller-Friese.

Nachdem die Presse vom Antrag berichtet hätte, sei sie zahlreich von älteren Bürgern kontaktiert worden, die Sorge um die Anreise zum Friedhof hatten.

Rainer Lehmann (Linke) führte außerdem an, dass auch an der Vilbeler Landstraße Wohnhäuser stünden. Deren Bewohner würden ebenfalls unter starkem Verkehrsaufkommen leiden. Der Neue Weg sei nach der Vilbeler Landstraße die meist befahrene Route in Bergen-Enkheim, verteidigte Eberhart Schwarz (SPD) den Antrag seiner Fraktion. Die Ausführungen der anwesenden Bürger seien ebenfalls gute Argumente dafür. Eine Mehrheit im Gremium hat er aber nicht gefunden.

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