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Mit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen im Jahr 2015 hatte die Stadt erstmals Turnhallen als Unterkünfte heranziehen müssen. (Symbolbild)
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Mit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen im Jahr 2015 hatte die Stadt erstmals Turnhallen als Unterkünfte heranziehen müssen. (Symbolbild)

Zuwanderung

Keine Flüchtlinge mehr in Frankfurter Turnhallen

  • Marie-Sophie Adeoso
    VonMarie-Sophie Adeoso
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Die letzten 80 Menschen sind aus der Paul-Ehrlich-Schule in andere Unterkünfte umgezogen. Damit gibt es keine Flüchtlinge mehr in Turnhallen.

In Frankfurt müssen keine Geflüchteten mehr in Sporthallen schlafen. Die letzten rund 80 Flüchtlinge, die zuletzt noch in der Turnhalle der Paul-Ehrlich-Schule in Höchst wohnten, konnten am Mittwoch umziehen, sagte Manuela Skotnik, Sprecherin von Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) der FR. Die asylsuchenden Männer lebten nun in der neuen Übergangsunterkunft in Nied und im Henriette-Fürth-Haus im Gutleut.

Mit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen im Jahr 2015 hatte die Stadt erstmals Turnhallen als Unterkünfte heranziehen müssen. Die erste, die übergangsweise für die Sommerferien 2015 genutzt wurde, war die Sporthalle Süd in Sachsenhausen. Später richtete die Stadt auf Geheiß des Landes, dessen Erstaufnahmeeinrichtungen überfüllt waren, Hallen in Kalbach, Fechenheim und auf dem Sportcampus der Goethe-Universität zu Quartieren her, die Anfang 2016 wieder aufgelöst werden konnten. Außerdem nutzte sie Hallen der Ehrlich-Schule, der Werner-von-Siemens-Schule, der Philipp-Holzmann-Schule und der Franz-Böhm-Schule zur Unterbringung Geflüchteter, die das Land der Stadt zugewiesen hat.

Mittlerweile kommen wöchentlich nur noch sieben bis zwölf Flüchtlinge nach Frankfurt, sagte Manuela Skotnik. Damit werde der vom Land prognostizierte Wert von 20 Zuweisungen wöchentlich noch unterschritten, was auch damit zusammenhänge, dass die Stadt im Jahr 2016 mehr Menschen untergebracht hatte, als sie gemusst hätte. Sie sei zuversichtlich, dass in absehbarer Zeit keine Turnhallen mehr zur Unterbringung zweckentfremdet werden müssten, sagte Skotnik, auch wenn nach wie vor rund 1000 der insgesamt 4750 zugewiesenen Flüchtlinge in Notunterkünften wie dem Bockenheimer Labsaal lebten, in denen sie sich nicht selbstständig verpflegen können. Die Stadt bemühe sich aktuell um Lösungen, ihnen Kochmöglichkeiten zu schaffen. 1100 Menschen leben außerdem in angemieteten Hotelzimmern.

Positiv sei, dass der evangelische Verein für Wohnraumhilfe 161 Menschen in Wohnungen unterbringen konnte, sagte Skotnik; die Caritas akquirierte ebenfalls 187 Plätze in Privatwohnungen.

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