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Protest gegen das Bauvorhaben am Maislabyrinth von Landwirt Richard Bickert in Oberursel-Weißkirchen.

Frankfurt-Nord

„Keine falschen Erwartungen wecken“

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CDU möchte Ideenwettbewerb zum neuen Stadtteil an der A5 aufschieben. Erst soll die Stadt ergebnisoffene Voruntersuchung abschließen.

Im Kampf um den neuen Stadtteil an der A5 werden die Ortsbeiräte und Bürgerinitiativen nicht müde, die Ergebnisoffenheit der laufenden Voruntersuchung zu betonen. Die geplante Auslobung eines internationalen Ideenwettbewerbs für das Großprojekt im Nordwesten gibt nun Anlass zur Diskussion. So auch im Ortsbeirat 8, der sich dem Thema in seiner nächsten Sitzung erneut annehmen will.

Schon im Dezember hatte das Stadtplanungsamt bekanntgegeben, im Februar einen Ideenwettbewerb für den geplanten Stadtteil mit 12 000 Wohnungen für bis zu 30 000 Menschen zu organisieren. Zwischen 30 und 40 ausgewählte Büros sollen dann Vorschläge für eine mögliche bauliche Gestaltung des Untersuchungsgebietes beidseits der A5 vorlegen.

Ein derartiger Vorgriff verstärke abermals den Eindruck, „dass die Ergebnisoffenheit der Voruntersuchung für den Magistrat nur ein Lippenbekenntnis ist“, heißt es aus der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 8. Schon im November hatte das Stadtteilgremium kritisiert, dass der neue Stadtteil nach den Grundstücksankäufen im Planungsgebiet durch den Immobilienkonzern ABG Frankfurt Holding politisch beschlossen sei. Und das, obwohl längst nicht geprüft sei, ob und wie das Bauvorhaben auf den für das Stadtklima, die Naherholung und die Landwirtschaft wertvollen Flächen überhaupt realisiert werden könne.

In seiner nächsten Sitzung am kommenden Donnerstag will das Gremium das Thema erneut angehen. Dann wird die CDU-Fraktion einen Antrag vorlegen, der nochmals für die Ergebnisoffenheit plädiert. Darin wird der Magistrat aufgefordert, den städtebaulichen Wettbewerb für das Areal bis zum Abschluss der seit 2018 laufenden Voruntersuchung zurückzustellen.

„Ein solch großangelegter Wettbewerb, begleitet von erheblicher Publicity, wird unter hohem Kostenaufwand nur falsche Erwartungen wecken“, heißt es im Antrag. Es würde zudem abermals den Eindruck bekräftigen, dass die Errichtung einer Trabantenstadt beidseits der A5 mit Nachdruck und ohne Rücksicht auf die angrenzenden Stadtteile politisch verfolgt wird.

Der Ortsbeirat 8 tagt am Donnerstag, 24. Januar, 20 Uhr im Saalbau Titus Forum, Walter-Möller-Platz/Nidaforum 2.

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