Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

REG-Roemer-Oeser_171220
+
Der Frankfurter Römer.

Römerbriefe

Kein Zusammenhang

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
    schließen
  • Georg Leppert
    Georg Leppert
    schließen

Wollte Jan Schneider einen Livestream aus der Paulskirche verhindern? Es wäre zumindest ein forsches Vorgehen. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Leppert: Hat der Livestream von der Veranstaltung mit dem Mietenstopp dann funktioniert?

Busch: Einwandfrei.

Leppert: Trotz oder wegen Jan Schneider?

Busch: Du stellst Fragen.

Wenn es um Mieten geht, werden im Römer alle etwas emotional, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Die Mieten müssen runter, findet Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Aber die armen Eigentümer, findet die FDP. Stimmt ja beides, aber vor allem wollen wir nicht, dass der Sonnenkönig das Thema besetzt und die nächste OB-Wahl gegen Jan Schneider wieder haushoch gewinnt, findet die CDU.

Insofern war die Aufregung groß, als Feldmann jetzt im Namen der Stadt zu einer Veranstaltung der Initiative „Mietenstopp“ einlud. Schließlich gibt es keinen Beschluss des Magistrats darüber, ob so ein Mietenstopp eine gute oder eine schlechte Sache ist. Kurz vor der Veranstaltung schien der Streit zu eskalieren. Nils Bremer, Feldmanns Büroleiter, behauptete, IT-Dezernent Jan Schneider (CDU) versuche, den Livestream aus der Paulskirche zu verhindern. Vorgeschobene Begründung: Wegen der angespannten Personalsituation könne das zuständige Amt diese Dienstleistung nicht erbringen. Es gab dann eine andere Lösung, und am Montag meldete sich Schneiders Sprecher Günter Murr bei der FR und sagte: Alles Stuss, es gibt keinen inhaltlichen Zusammenhang zwischen der Art der Veranstaltung und dem Vorgehen des Amtes.

Wie auch immer. Selbst wenn Schneider die Veranstaltung so verhindern wollte – forsch und entschlossen wäre sein Vorgehen allemal. Daran sollten sich die anderen Dezernentinnen und Dezernenten ein Beispiel nehmen. Hier unsere Prophezeiungen für 2021:

23. September: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt zum CDU-Wahlkampfabschluss nach Frankfurt. CDU-Chef Jan Schneider soll sie am Römer begrüßen. Aber Schneider kommt mit dem Auto nicht aus seiner Straße raus: Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) hat auf allen Zufahrten Baustellen mit Vollsperrung einrichten lassen. Zur FR sagt Oesterling: „Es gibt da keinen inhaltlichen Zusammenhang, die Straßen im Norden müssen dringend saniert werden.“

14. März: Die Grünen haben bei der Kommunalwahl richtig abgeräumt. In den Fraktionsräumen wird gefeiert, man lässt es sich schmecken. Wobei: Wirklich lecker ist das alles nicht auf dem Buffett. So eingefroren und aufgetaut. Später stellt sich raus: Das Essen kam von einem Großcaterer. Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) sagt der FR: „Es gibt da keinen inhaltlichen Zusammenhang. Aber wenn die Großcaterer schon nicht mehr die Schulen beliefern dürfen, musste ich ihnen zumindest die Essensversorgung im Römer anbieten.“

3. Juni: Es wird geimpft. Der junge und fitte SPD-Chef Mike Josef ist erst jetzt dran. Aber der Stich tut fürchterlich weh. Tagelang kann Josef den Arm nicht bewegen, kann sich im Römer nicht für seine gefürchteten Schwarz-Grün-macht-Frankfurt-kaputt-Reden melden. Später gibt Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) zu: Josef wurde von einem Tierarzt aus Harheim geimpft, der seit 25 Jahren im Ruhestand ist. Zur FR sagt Majer: „Es gibt keinen inhaltlichen Zusammenhang. Aber ihr schreibt doch stets, ich soll mehr medizinisches Personal beibringen, damit wieder 50 000 zur Eintracht können.“

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das aus dem Frankfurter Römer berichtet.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare