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Die besetzte Au in Rödelheim (Archiv)

Besetztes Grundstück

Kein Kontakt zu Au-Besetzern in Frankfurt-Rödelheim

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Die FDP greift den Magistrat wegen des Grundstücks in Frankfurt-Rödelheim an.

Der Magistrat kommt bei seinem Vorhaben, die Bewohner der besetzten Au in Rödelheim mit Mietverträgen auszustatten, nicht voran. Die Stadtregierung habe keinerlei Ansprechpartner auf dem seit 36 Jahren besetzten Grundstück, sagte Baudezernent Jan Schneider (CDU): „Die Leute dort haben kein Interesse an Gesprächen.“ Der Magistrat wisse auch nicht, wie viele Menschen dort wohnen.

Der FDP-Stadtverordnete Uwe Schulz nannte Schneiders Äußerungen „unglaublich“. Sarkastisch sagte er: „Ich bewege mich im Bereich des Faschismus, wenn ich fordere, dass Bewohner einer städtischen Liegenschaft Mietverträge unterschreiben.“ Er wolle zumindest wissen, wer in der Au wohnt, doch die Besetzer nähmen Schneider nicht ernst.

„Gießen Öl ins Feuer“

Martin Kliehm, Fraktionsvorsitzender der Linke im Römer, griff Schulz scharf an. Seit Beginn der Diskussion über linke Zentren in Frankfurt, zu denen neben der Au auch das Klapperfeld und das Café Exzess zählen, habe es auf dem Grundstück einen Brandanschlag gegeben. „Und die FDP gießt noch Öl ins Feuer, schämen Sie sich, Herr Schulz“, rief Kliehm.

Auch Sebastian Popp, neuer Fraktionschef der Grünen, kritisierte Schulz. Wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ thematisiere Schulz immer wieder die Zukunft linker Zentren. Es finde sich in der Fraktion der Grünen kaum mehr jemand, der auf die stets gleichen Forderungen antworten wolle.

Jan Schneider wies darauf hin, dass die Au besetzt sei, seit er zwei Jahre alt ist. In der Zwischenzeit seien auch mehrere FDP-Politiker in der Verantwortung gewesen, ohne dass sich am Zustand etwas geändert habe.

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