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Brix ermittelt – vermutlich in Frankfurt.

Fernsehen

Kein Geripptes im Frankfurt-Tatort

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In der Folge „Falscher Hase“ spielt die Stadt keine Rolle – aber immerhin die FR war für eine Millisekunde zu sehen.

Es gibt durchaus Gründe, den gestrigen Frankfurt-„Tatort“ namens „Falscher Hase“ gut zu finden. Zum Beispiel die Wetterlage. Der Fall spielt im Winter, klirrende Kälte, in einem Traktor friert sogar der Diesel ein, die Menschen tragen Pullis, die man eigentlich nur an Weihnachten trägt. Was für ein Genuss für den Zuschauer, der hofft, diesen wieder einmal harten Sommer mit Temperaturen um die 40 Grad endlich hinter sich zu haben.

Es gibt durchaus Gründe, besagten „Tatort“ schlecht zu finden. Wenn man sich zum Beispiel gerade einen Teller Spaghetti Bolognese zubereitet hat und dann zusehen muss, wie jemand einen Schal mit Kotzspuren trägt oder ein brutaler Typ einem armen Schlucker den Finger abhackt – dann ist das nicht schön.

Der Frankfurt-Tatort hätte auch überall anders spielen können

Es gab aber keine Gründe, diesen „Tatort“ zu sehen, wenn man eigentlich nur die Frankfurter Fälle schaut, weil man Frankfurter durch und durch ist. Dieser Film hätte auch überall anders spielen können. Abgesehen von Belanglosigkeiten (im Autoradio der Mörderin ist einmal vom Taunus die Rede) spielt die Stadt keine Rolle. Noch nicht einmal ein Eintracht-Wimpel oder ein Geripptes ist zu sehen.

Entsprechend kurz fällt heute die traditionelle FR-„Tatort“-Lokalkritik aus. Nur eine Sache bei Minute 62 des Films. Der ständig genervte Kommissar Brix liest ein Boulevardblatt namens „Blitz Frankfurt“. 

Für eine Millisekunde (im fünften Versuch die Pause-Taste im richtigen Moment gedrückt) ist die letzte Seite dieser Zeitung zu sehen. Es ist eine „Panorama“-Seite der Frankfurter Rundschau. Immerhin.

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