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Kein Durchkommen auf der Camberger Brücke in Frankfurt

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Von: Florian Leclerc

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Arbeiten auf der Camberger Brücke. Foto: Monika Müller (Archiv)
Arbeiten auf der Camberger Brücke. Foto: Monika Müller (Archiv) © Monika Müller

Die Camberger Brücke zwischen Gutleut und Gallus ist zwei Jahre lang auch für den Fuß- und Radverkehr gesperrt.

Autos können schon seit Oktober nicht mehr über die Camberger Brücke fahren. Nun sperrt die Stadt die Verbindung zwischen Gutleut und Gallus auch für den Fuß- und Radverkehr.

Wer mit dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, muss bis Ende 2024 einen drei Kilometer weiten Umweg über Mainzer Landstraße, Hafenstraße und Gutleutstraße nehmen. Nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bahn kommen weiterhin zur Bahnliegenschaft. Die Sperrung beginnt am Montag, 16. Januar.

Keine Behelfsbrücke

In den vergangenen Jahren hatte das zuständige Amt für Straßenbau und Erschließung bereits Teile des Bauwerks aus dem Jahr 1969 saniert. Die Brücke besteht eigentlich aus fünf Brücken. Drei Brücken sind erneuert. Die Brücke vier wird in diesem Jahr instand gesetzt; die Brücke fünf im kommenden Jahr. Erneuert werden den Angaben zufolge unter anderem die Fahrbahn, die Beleuchtung, die Geländer und die Entwässerung.

Die Camberger Brücke heißt eigentlich Camberger Straße. Das kombinierte Straßen- und Brückenbauwerk verbindet das Gutleutviertel mit dem Gallusviertel über das Gleisvorfeld westlich des Hauptbahnhofs.

Die Baumaßnahme kostet 3,8 Millionen Euro. Eine Behelfsbrücke als Gerüstkonstruktion für den Fuß- und Radverkehr, ähnlich wie in Bad Vilbel Süd, hatte das zuständige Verkehrsdezernat aus Kostengründen abgelehnt. Der Verein „Fuss“ und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Frankfurt hatten eine Behelfsbrücke gefordert.

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Der Verein Fuss und der ADFC in Frankfurt kritisieren, dass Menschen auf dem Rad oder zu Fuß zwei Jahre lang Umwege fahren sollen.

Menschen aus dem Quartier beschweren sich im Verkehrsausschuss über die zweijährige Sperrung zwischen Gutleut und Gallus. Der Verkehrsdezernent kündigt ein Shuttle an.

Die OB- und Dezernenten-Wahl, fahrradfreundliche Nebenstraßen und der Riederwaldtunnel werden Frankfurt 2023 verkehrspolitisch prägen.

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