Bühnen

Kaum Unterschiede beim Preis für neue Frankfurter Bühnen

  • Claus-Jürgen Göpfert
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Varianten für den Bühnenneubau berechnet: Es läuft jeweils auf Kosten zwischen 800 und 900 Millionen Euro hinaus.

Auch ein Neubau der Städtischen Bühnen im Osthafen würde nicht viel preiswerter sein als eine Lösung in der Innenstadt. Zu diesem Ergebnis kamen die Fachleute der städtischen Stabsstelle für die Zukunft der Bühnen. Stabsstellenleiter Michael Guntersdorf bezifferte die Kosten eines Neubaus auf dem von der CDU favorisierten Grundstück Mayfarthstraße 14 auf „etwas über 800 Millionen Euro“. Damit unterscheide sich diese Variante kaum von den anderen untersuchten Modellen in der Innenstadt, sagte Guntersdorf im Gespräch mit der FR.

Tatsächlich wären die neuen Bühnen „unter einem Dach“ mit Oper und Schauspiel, wie sie die CDU fordert, damit aber ein wenig günstiger zu haben als die anderen Lösungen. Die teuerste Variante wäre nach den Untersuchungen der Stabsstelle der Neubau einer Theaterdoppelanlage am Willy-Brandt-Platz, also auf dem heutigen Grundstück. Er wird mit 873,4 Millionen Euro veranschlagt. Die Grundstücksfläche dort betrüge 13 170 Quadratmeter, es entstünde eine Oper mit 1375 Sitzplätzen und ein Schauspiel für 700 Menschen, also mit denselben Möglichkeiten wie heute.

Der Neubau eines Schauspielhauses am Opernplatz gegenüber der Alten Oper und der Neubau einer Oper am Willy-Brandt-Platz kämen auf Kosten von 848,5 Millionen Euro. Die „Spiegellösung“, bei der ein neues Schauspiel am Willy-Brandt-Platz schräg gegenüber der Oper stünde und die Oper auf dem heutigen Areal, würde mit 836,1 Millionen Euro zu Buche schlagen. Am preiswertesten fällt die von Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) favorisierte Variante einer „Kulturmeile“ aus. Danach würde die neue Oper auf dem Grundstück Neue Mainzer Straße 47 bis 51 gebaut werden, wo heute die Frankfurter Sparkasse ihre Zentrale hat. Das neue Schauspiel entstünde am Willy-Brandt-Platz am östlichen Rand des heutigen Bühnenareals. Diese „Kulturmeile“ würde nur 806,3 Millionen Euro kosten. Für die neue Oper an der Neuen Mainzer Straße stünde nach Berechnung der Stabsstelle eine Grundstücksfläche von 9780 Quadratmetern zur Verfügung. Die Oper besäße 1400 Sitzplätze, es wäre möglich, auch die Probebühnen unterzubringen, allerdings keine Werkstätten.

Die CDU hatte in der vorigen Woche im Kulturausschuss des Stadtparlaments gefordert, dass die Stabsstelle endlich den Neubau der Bühnen im Osthafen untersuchen solle. Tatsächlich lägen diese Untersuchungen seit Wochen vor, sagte Guntersdorf, und seien dem Baudezernenten Jan Schneider (CDU) zur Kenntnis gebracht worden.

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