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Die Dance Night beim FTV 1860 im Ravensteinzentrum.
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Die Dance Night beim FTV 1860 im Ravensteinzentrum.

Ostend

Kaum Interesse an Nachtsport

  • Denis Hubert
    VonDenis Hubert
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Der Frankfurter Turnverein 1860 nimmt Streetball und Tanzen vorerst aus dem Programm. Sportkreis-Chef Roland Frischkorn will, dass es weiter geht und bietet seine Unterstützung an.

Der Frankfurter Turnverein (FTV) 1860 bietet vorerst keinen Mitternachtssport mehr an. Grund ist, dass die Teilnehmerzahlen sowohl beim Streetball wie auch bei der Dance-Night rückläufig waren. „Wir legen bis Jahresende eine Pause ein, um uns Gedanken zu machen“, sagt Vereinsvorsitzender Gerd Kindleben im Gespräch mit der FR.

Im Ravenstein-Zentrum an der Pfingstweidstraße konnten Mädchen und Jungen jeden ersten Samstag im Monat um Mitternacht tanzen und an jedem zweiten Freitag Streetball spielen – unter der Schirmherrschaft des Sportkreises. „Es gab nie ernsthafte Probleme“, sagt Kindbleben und spricht von „tollen Angeboten für die Jugendlichen“.

Beim Streetball spielten jeweils drei gegen drei auf einen Korb. Anfangs seien rund 50 Jugendliche gekommen. Das habe sich zuletzt halbiert. Warum das so war kann sich Kindleben nicht erklären. Zumal es nur eine weitere Einrichtung in Eschersheim gebe, in der sonst noch Körbe geworfen werden könnten.

Das Streetball-Angebot indes hätte in seiner jetzigen Form ohnehin vor dem Aus gestanden. „Unsere Anlage entspricht nicht mehr den Vorschriften“, sagt Kindleben. Vor einigen Wochen sei bei einer Überprüfung ans Licht gekommen, dass die Körbe für den Streetball-Modus zu nah an den Hallenwänden platziert waren. „Wir hätten aus Sicherheitsgründen dort gar nicht mehr spielen dürfen.“

Die Dance-Night verlief nach Vorschrift. „Das war ein Unikat“, sagt der Vereinschef über das Angebot, zu dem der Verein rund sieben Jahre lang eingeladen hatte. Doch zwischenzeitlich hätten private Tanzschulen das Konzept kopiert. „Mit dem Ambiente von Tanzschulen können wir nicht mithalten“, sagt Kindleben. „Da haben wir gesagt: Es macht keinen Sinn, das Angebot weiter aus Steuergeld zu finanzieren.“

Der Verein will sich nun Gedanken machen, wie man die Dance Night im nächsten Jahr neu beleben kann. Angedacht ist etwa ein größeres Event pro Quartal, das die wöchentlichen Tanzstunden ablösen könnte. Auch ein neues Basketball-Konzept soll ersonnen werden. In seine Überlegungen möchte der FTV den Sportkreis einbeziehen.

Dort bedauert man den Wegfall des Mitternachtsports beim FTV. „Ich bin etwas traurig“, sagt Vorsitzender Roland Frischkorn auf Anfrage. Ein genereller Trend sei der Teilnehmerschwund aber nicht. „In Frankfurt ist Nachtsport eine Erfolgsgeschichte.“ 16 nächtliche Veranstaltungen gebe es inzwischen jeden Monat – in einem guten Dutzend Stadtteilen.

Frischkorn ist selbst Mitglied beim Frankfurter Turnverein und möchte aushelfen. Bei der Jahreshauptversammlung am gestrigen Donnerstagabend wollte er dem Verein vorschlagen, dass die dem Sportkreis angeschlossene Sportjugend das Nachtbasketball-Angebot beim FTV künftig stemmen könnte. „Ich habe großes Interesse daran, dass es dort weiter geht“, sagt Frischkorn.

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