+
Viele schicke Hüte gab es auch im Angebot.

Kinderschutzbund Frankfurt

Kaufrausch für den guten Zweck in Frankfurt

  • schließen

Der Kinderschutzbund ruft und Käufer kommen. Unterstützt werden Therapieangebote für Opfer von Gewalt.

Dicht an dicht schlängeln sich Hunderte Besucher von einem Basarstand zum nächsten in den Konferenzräumen des Hilton Hotels im Frankfurter Stadtzentrum. Rund zwanzig Stände mit Secondhandkleidung, Schuhen und Accessoires durchforsten sie nach Schnäppchen und ausgefallen Unikaten. Die meisten Besucher werden fündig und tragen gleich mehrere Einkaufstaschen beim Verlassen die Hoteltreppe herunter.

Bereits zum 19. Mal veranstaltete der Deutsche Kinderschutzbund Frankfurt am Samstag den Hilton-Basar. Das Shoppingvergnügen dient dabei einem höheren Zweck. Wie jedes Jahr kommt der Erlös der Beratungsstelle des Kinderschutzbundes Frankfurt zugute. Mit den Einnahmen werden Therapieangebote für Kinder und Jugendliche finanziert, die psychische oder körperliche Gewalt erfahren haben.

„Der Basar hat sich zu einer echten Institution in Frankfurt entwickelt“, sagt Nicola Ernst vom Kinderschutzbund. Immer größer werde die Spendenbereitschaft der Frankfurter Bürger. 550 Kartons voll mit Sachspenden seien in diesem Jahr zusammengekommen, berichtet Sigrid Hintze, eine der Organisatorinnen. Gut zwei Monate vor dem Verkaufstag beginnen rund 40 freiwillige Helfer des Kinderschutzbundes in Kooperation mit Unternehmen die Spenden entgegenzunehmen. Dann beginne die kleinteilige Arbeit des Sortierens und Überprüfens der Spenden, wie Kersten Hartmann erzählt. Seit über 10 Jahren gehört sie schon zum festen Basar-Helferteam. „Wir sind ein tolles Team und die Arbeit macht sehr viel Spaß“, sagt die Ehrenamtlerin. Auch für nicht verkaufte Ware ist eine sinnvolle Weiternutzung gesichert. Sie geht zum Teil an den Neu-Isenburger Verein „Täglich Brot für Beregovo“, der Hilfsprojekte in der Ukraine organisiert. Einen weiteren Teil bekommt die Gemeinnützige Frankfurter Frauen-Beschäftigungsgesellschaft (GFFB).

Zum dritten Mal in Folge hat die Firma Capital Bay ihre Räume in Niederrad als Annahmestelle zur Verfügung gestellt. Auch die Frankfurter Sparkasse, die Deutsche Bank und die Messe Frankfurt haben das Projekt unterstützt. „Der Hilton-Basar ist ein wunderbares Projekt“, sagt Christine Schwake von der Deutschen Bank. Denn der Basar helfe nicht nur notleidenden Kindern, sondern fördere auch nachhaltigen Konsum, so Schwake. Seit dem ersten Basar vor 19 Jahren stellt das Hilton Hotel als Kooperationspartner seine Räumlichkeiten zur Verfügung. „Nicht nur der Basar, sondern auch die Partnerschaft mit dem Kinderschutzbund sind für uns zu einer Tradition geworden, die wir aufrechterhalten und weiter ausbauen möchten“, sagt Marc Snijders, der General Manager des Hotels.

Grundpfeiler des Hilton-Basars sei vor allem die engagierte Unterstützung der vielen freiwilligen Helfer, sagt Nicola Ernst. „Es ist unglaublich, mit wie viel Leidenschaft das Team arbeitet“, so die Organisatorin. Besonders dankbar sei der Kinderschutzbund auch den Frankfurter Bürgern für ihre Spenden. Nicht nur der große Andrang an Besuchern zeugt von dem Erfolg des Hilton-Basars. 47 000 Euro an Einnahmen hat die Veranstaltung in diesem Jahr eingebracht. „Das ist ein absoluter Rekord“, zeigt sich Ernst begeistert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare