Verkehr

Frankfurt: Kauf von Wasserstoffbussen gescheitert

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Eine gemeinsame Initiative der Städte Frankfurt, Wiesbaden und Mainz missglückt - doch davon will sich die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq nicht abbringen lassen.

Die gemeinsame Bestellung von elf Wasserstoffbussen der Städte Frankfurt, Wiesbaden und Mainz ist gescheitert. Das bestätigte Nora Pullmann, Sprecherin der Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt, auf Anfrage der Frankfurter Rundschau. Drei der Wasserstoffbusse hätten in Frankfurt fahren sollen.

„Wir bedauern das sehr“, sagte Pullmann. Es habe nicht am mangelnden Willen der Nahverkehrsgesellschaften gelegen. „Mit den Erfahrungen, die wir gemacht haben, werden wir eine gemeinsame Bestellung vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt erneut versuchen.“

Schon 2016 hatten sich die Verkehrsgesellschaften Wiesbaden (Eswe), Mainz (Mainzer Mobilität) und Frankfurt (Traffiq mit der Busgesellschaft ICB) entschlossen, gemeinsam Wasserstoffbusse zu bestellen, um einen günstigen Preis zu erzielen. Das Projekt hieß „H2 Bus Rhein-Main“.

Die Busse sollten bei der Firma Autosan aus Sanok in Polen gefertigt werden, teilten die Nahverkehrsgesellschaften mit. Als Lieferant war die „ebe Europa GmbH“ vorgesehen.

Ab Sommer 2019 sollten die Busse in Frankfurt, Wiesbaden und Mainz fahren. Doch dieses Datum verstrich. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) machte damals Lieferschwierigkeiten verantwortlich.

Das Unternehmen Autosan bietet laut Firmenwebsite bislang vier Stadtbusmodelle an - alle mit Euro-VI-Dieselmotor. Um die Busse mit Wasserstoff zu betreiben, wäre wohl ein neues Fabrikat beziehungsweise der Umbau eines vorhandenen Modells nötig gewesen.

Ungeachtet der missglückten Bestellung will Traffiq in den kommenden Ausschreibungen weitere Wasserstoffbusse ordern. So sollen ab Dezember 2021 bei der städtischen Busgesellschaft ICB 22 Wasserstoffbusse fahren, auf den Busbündeln D (Mitte-Ost) und E (Mitte-Nord). Mit Wasserstoff betankt werden sollen sie entweder im Industriepark Höchst oder auf dem neuen Betriebshof - falls dieser bis dahin gebaut ist.

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