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Teilnehmer einer Kundgebung demonstrieren unter dem Motto „Freie Bürger Kassel - Grundrechte und Demokratie“ - die meisten tragen keinen Mund-Nasen-Schutz.
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Teilnehmer einer Kundgebung demonstrieren unter dem Motto „Freie Bürger Kassel - Grundrechte und Demokratie“ - die meisten tragen keinen Mund-Nasen-Schutz.

Querdenken-Demo in Kassel

Querdenken-Demo in Kassel: Auftritt von CDU-Politiker sorgt für Kopfschütteln

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Der CDU-Politiker Martin Heipertz spricht sich bei der sogenannten Querdenken-Bewegung gegen Impfungen aus. Die Frankfurter CDU reagiert mit scharfer Kritik: Heipertz solle „zum Arzt“ gehen.

Frankfurt - Mit scharfer Kritik hat der Kreisvorsitzende der Frankfurter CDU, Jan Schneider, auf die Rede des Frankfurter CDU-Politikers Martin Heipertz bei einer Kundgebung der sogenannten Querdenken-Bewegung in Kassel reagiert.

Wer mit „Querdenkern, Coronavirus-Leugnern und anderen Verschwörungstheoretikern“ gemeinsame Sache mache, habe in der CDU nichts zu suchen, teilte Schneider der Frankfurter Rundschau mit. Heipertz schade mit seiner Rede in Kassel dem Kampf gegen die Corona-Pandemie, indem er „krude Theorien“ verbreite. Damit gehöre er „nicht in unsere Partei“ sondern „eher zum Arzt“, so Schneider.

Der Frankfurter CDU-Politiker Martin Heipertz ist der „Querdenken-Bewegung“ aus christlichen Gründen zugeneigt.

Corona-Maßnahmen und Impfungen: CDU-Politiker Heipertz sprach in Kassel

Der Ökonom und Christ Martin Heipertz, der unter anderem stellvertretender Büroleiter von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) in dessen Zeit als Bundesfinanzminister war und sich Anfang des Jahres erfolglos als Frankfurter CDU-Bundestagskandidat beworben hatte, hatte am Samstag eine Rede auf der Kundgebung der „Freien Bürger Kassel“ gehalten, die zur „Querdenken“-Bewegung gerechnet werden. Darin hat er sich kritisch zur Politik der eigenen Partei im Umgang mit dem Coronavirus und Impfungen geäußert.

Während diese Kundgebung auf der Schwanenwiese in Kassel, an der der Frankfurter CDU-Politiker teilgenommen hatte, friedlich ablief, war es in anderen Teilen der Stadt zu Angriffen von Demonstrierenden auf Polizist:innen und Journalist:innen gekommen, Masken- und Abstandspflichten zur Bekämpfung des Coronavirus waren breit ignoriert worden.

Kassel: CDU-Politiker Heiperzt begründet Kritik an Corona-Impfungen mit christlichen Werten

In seiner Rede hatte der 44-Jährige der CDU vorgeworfen, nicht christlich zu regieren. „Wer christlich regieren will, regiert nicht gegen das eigene Volk“, hatte Heipertz gesagt. Er sei sicher, „dass der Herrgott ihnen das auch nicht länger erlauben wird“. Die CDU müsse umkehren, „oder sie werden die Macht verlieren“. Die Corona-Pandemie verstehe er auch als eine göttliche Warnung.

Außerdem hatte Heipertz gesagt, dass er als Christ Impfungen gegen das Coronavirus ablehne, „weil es keinen einzigen verfügbaren Impfstoff gibt, der nicht mit Abtreibungen zu tun hat“. Dabei bezog Heipertz sich darauf, dass in der Impfstoffentwicklung teilweise mit embryonalen Stammzellen gearbeitet wird.

Frankfurter CDU-Politiker Heipertz: Rede bei Corona-Kundgebung in Kassel ist Meinungsfreiheit

Im Gespräch mit der FR betonte Heipertz, dass er kein Corona-Leugner sei und Hygieneregeln ebenso befürworte wie Lockdown-Maßnahmen bei hohen Infektionszahlen. Vieles, was bei „Querdenken“ vertreten werde, lehne er ab, und wer sich impfen lassen wolle, solle das tun, sagte Heipertz. Er wehre sich nur gegen die „aufkommende Diskriminierung“ von Ungeimpften und lehne die Impfung im Hinblick auf christliche Werte persönlich aus Gewissensgründen ab.

Er gehe nicht davon aus, nach seiner Rede zum Coronavirus und Impfungen ernsthafte Probleme in der CDU zu bekommen, sagte Heipertz. Er hoffe, dass es in seiner Partei noch „ein Minimum an Meinungsfreiheit“ gebe. (Hanning Voigts)

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