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Wie in jedem Jahr wird Frankfurts OB Peter Feldmann den Weihnachtsmarkt eröffnen. (Archivbild)

Römerbriefe

Unbestätigte Gerüchte aus dem Römer

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Singt OB Peter Feldmann bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes? Zieht es den CDU-Fraktionsvorsitzenden Michael zu Löwenstein nach Afrika? Die Römerbrief-Autoren stellen unbewiesene Behauptungen auf.

Leppert: Stimmt das eigentlich wirklich?

Göpfert: Bisher ist es nur ein unbestätigtes Gerücht, so wie die Sache mit der Fälschung bei der Landtagswahl.

Leppert: Du immer mit Deinen halbseidenen Geschichten, ich will seriösen Journalismus.

Göpfert: Aber du musst auch an die Auflage denken.

Genau so ist es, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Und deshalb gehen wir als Römer-Berichterstatter an dieser Stelle jetzt einfach mal volles Risiko und stellen ein paar unbewiesene Behauptungen auf.

Am weitesten aus dem Fenster lehnen wir uns schon mal für den kommenden Montag, wenn vor dem Römer wieder der Weihnachtsmarkt eröffnet wird. Dann beginnt für uns als Rathausreporter die schönste Zeit des Jahres. Es gibt vor der Haustür die besten Lebkuchen der Welt und den wunderbaren Backfisch mit dieser richtig fetten Remouladensauce...

Und außerdem wird der Oberbürgermeister zur Eröffnung des festlichen Treibens im Herzen der Stadt selbst Weihnachtslieder anstimmen. Haben wir aus einer ganz seriösen Quelle.

Na ja, die Sache ist die: Thomas Feda, der äußerst rührige Chef der Tourismus- und Congress-GmbH riskiert in diesem Jahr mal was und lädt ausnahmsweise keinen abgehalfterten Schlagerstar zur Eröffnung ein. Also nicht mehr Karel Gott oder Michelle oder wer da alles schon gesungen hat. Sondern diesmal treten die Sängerinnen und Sänger der Oper Frankfurt auf, also wirklich etwas ganz Tolles. Und das hat den OB so bewegt, dass er unbedingt selbst ans Mikrofon treten möchte.

Mal sehen, ob es wirklich so kommt. Weil wir jetzt schon so weit gegangen sind, gleich noch eine weitere unbestätigte Nachricht. Nach der Europawahl am 26. Mai 2019 wird der CDU-Fraktionsvorsitzende im Römer, Michael zu Löwenstein, seinen Rücktritt ankündigen.

Na ja, die Sache ist die: Den Rechtsanwalt, der bald seinen 68. Geburtstag feiert, zieht es wieder nach Afrika zurück. Sie wissen ja, dass „der Prinz“, wie er im Römer liebevoll von Gegnern und Anhängern genannt wird, von 1987 bis 1990 Rechtsberater beim Präsidialamt der Republik Niger in Westafrika war. Die Zeit hat einen mächtigen Eindruck bei ihm hinterlassen. Und als er jetzt all die Löwen und Elefanten in der Ausstellung „König der Tiere“ in der Schirn Kunsthalle gesehen hat, war es um ihn geschehen...

Gut, jetzt haben wir für Sie was riskiert. Zum Abschluss eine echt vorwitzige Ankündigung: Die Römer-Koalition wird 2019 nicht entscheiden, ob die Städtischen Bühnen abgerissen und neu gebaut oder nur saniert werden. Hammer, oder nicht?

Wie, Sie finden, diese Prognose sei völlig ohne Risiko? Wir werden sehen.

Claus-Jürgen Göpfert und Georg Leppert berichten für die Frankfurter Rundschau aus dem Römer.

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