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Die Schüler lernten viel über die Bedeutung von Bäumen.

Schulen in Frankfurt

Ein Kanadier auf dem Schulhof

Die Kinder der Boehleschule im Frankfurter Stadtteil Griesheim übernehmen die Patenschaft für einen neu gepflanzten Rot-Ahorn.

Max, Tom oder Gérôme standen zur Auswahl. Am Ende haben sich die Kinder der Klasse 4b der Griesheimer Boehleschule dafür entschieden, den frisch gepflanzten Rot-Ahorn auf dem Schulhof Ben zu nennen. Die Klasse hat im Rahmen des Projektes „Bäume fürs Klima!“ die Patenschaft für den Baum übernommen. Das Projekt wird aus Fördermitteln des Stadtschulamtes mit Unterstützung des Amts für Bau und Immobilien realisiert und durchgeführt vom Verein Umweltlernen in Frankfurt in Kooperation mit dem Grünflächenamt.

„Ursprünglich kommt er aus Kanada. Er ist ein Rot-Ahorn und er muss sehr lange wachsen.“ Die neunjährige Delina rasselt herunter, was sie alles gelernt hat. Ein Baum bringe Sauerstoff und Klima“, erklärt sie als die Klasse zum Abschluss des Projektes mit Vertretern des Vereins, des Grünflächen- und Umweltamtes zusammenkommen. „Aus dem wird Papier gemacht. Er ist wichtig für Vögel und manchmal leben noch andere Tiere auf Bäumen.“ Ihre Klassenkameradin Ouiam, ebenfalls neun Jahre alt, ergänzt: „Ohne Bäume können wir nicht leben“ und macht dazu einen sehr ernsthaften Gesichtsausdruck. „Die Kinder sollen lernen, dass wir Bäume schützen müssen“, sagt Marina Eckert, die Klassenlehrerin der 4b.

In drei Unterrichtseinheiten brachte Henning von Ziegesar vom Verein Umweltlernen in Frankfurt den Schülern die Bedeutung von Bäumen für nachhaltige Stadtentwicklung kindgerecht näher. „Die Kinder waren hoch motiviert“ freut sich der Projektleiter. Ganz praktisch konnten sie zudem von der Lochaushebung bis zur Baumsetzung miterleben, wie ein Baum gepflanzt wird. Jetzt verteilen sie begeistert mit kleinen Rechen den Rindenmulch rund um den winterlich kahlen Baum. 

Robert Lehmann vom Grünflächenamt hat den Rot-Ahorn mit ausgesucht. „Der wird eine tolle rote Herbstfärbung haben“, schwärmt er. Außerdem habe sich der Ahorn in diesem heißen Sommer sehr bewährt. „Er ist einer der neuen „Klimabäume“. Ein Baum, der viel zu bieten hat.“ 

Rainer Zimmermann vom Umweltamt erklärt den Schülern: „Es ist immer wichtig, dass neue Bäume für die nächsten Generationen gepflanzt werden.“ Dann schenkt er ihnen ein Poster mit dem Grüngürtel-Tier. „Die Kinder wissen, dass ihr Baum Teil der sogenannten „Speichen“ ist, die als grüne Zonen vom Grüngürtel in die Innenstadt führen“, führt Lehrerin Eckart aus. Deshalb unterstützt die Projektgruppe Grüngürtel ebenfalls das Projekt.

Ben ist dabei nicht der erste Baum, der im Rahmen von „Bäume fürs Klima!“ in diesem Jahr an Frankfurter Schulen neu gepflanzt wurde. Kitas und Schulen, die in Zukunft an der Aktion teilnehmen und mit den Kindern einen Baum pflanzen möchten, können sich an den Verein Umweltlernen in Frankfurt wenden. „Unser Ziel ist es, die Bedeutung von Bäumen zu vermitteln“, fasst von Ziegesar das Projekt zusammen.

An der Boehleschule ist das gelungen und das Thema beschäftigt die Schüler weiter. Am Rande der Pflanzaktion fragt Ilef ihre Klassenlehrerin: „Gibt es dann eigentlich im Wald mehr Luft als hier?“

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