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Thorsten Lieb will FDP-Kreisvorsitzender bleiben.

Kommunalpolitik

Kampfkandidaturen bei der Frankfurter FDP

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Die Freidemokraten wählen in Zeilsheim ihren Vorstand und ihre Bundestagskandidaten. Dabei geht es auch um die Arbeit der Römer-Fraktion.

Die Frankfurter FDP bleibt sich treu. Wichtige Personalentscheidungen trifft sie am Stadtrand. Ihre Mitgliederversammlungen hält die Partei in der Regel in einer Gaststätte in Nieder-Eschbach ab. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes hat sich der Kreisverband nun einen neuen Ort gesucht. Für den morgigen Samstag laden die Freidemokraten in den Saalbau Zeilsheim ein – knapp 20 Kilometer vom Römer entfernt.

Dennoch dürften sich einige Mitglieder auf den Weg zum Parteitag machen, denn es stehen Wahlen an. Dabei geht es zunächst um den Vorstand. Als Vorsitzender kandidiert Thorsten Lieb, bislang gibt es keine anderen Bewerberinnen oder Bewerber. Lieb führt den Kreisverband seit 2016 und war Spitzenkandidat der hessischen FDP bei der Europawahl 2019. Für seinen Einzug ins Europaparlament fehlten ihm nur wenige Stimmen.

Spannung verspricht die Wahl der Stellvertreterinnen und -vertreter. Der bisherige Vorstand – Sebastian Papke, Katharina Schreiner und Maria-Christina Nimmerfroh – tritt wieder an. Allerdings bewerben sich auch Annette Rinn und Stephanie Wüst. Rinn und Wüst sitzen im Stadtparlament, Rinn sogar als Fraktionschefin. Die Wahl könnte deshalb auch zu einer Abstimmung darüber werden, ob die Mitglieder mit der Arbeit im Römer zufrieden sind.

Zudem wird die FDP ihre Bundestagskandidaten küren. Im Wahlkreis 183 will Thorsten Lieb für die Freidemokraten antreten. Auch für diesen Posten haben sich bislang keine Gegenkandidaten gemeldet. Anders sieht das im Wahlbezirk 182 aus, der die westlichen und viele nördlichen Stadtteile umfasst. Dort kandidieren Frank Maiwald, Vorsitzender der FDP-Ortsgemeinschaft 9/10 (unter anderem Dornbusch, Bonames, Preungesheim), und Katharina Schreiner. Die 33-Jährige hatte bereits vor vier Jahren für die FDP kandidiert und sich sehr wacker geschlagen. Am Ende standen 9,2 Prozent – ein Plus von mehr als sechs Punkten im Vergleich zu den Erststimmen bei der Wahl 2013. Entscheidend ist die Frage der Direktkandidatur vor allem für den Landesparteitag, auf dem die Listenplätze vergeben werden. Nur wer in einem Wahlkreis kandidiert, hat die Chance auf einen vorderen Platz.

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