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Kampf um Gärten am Frankfurter Ratsweg

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Von: Georg Leppert

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Die Europäische Schule soll an den Ratsweg.
Die Europäische Schule soll an den Ratsweg. © Christoph Boeckheler

Die Debatte um den neuen Standort für die Europäische Schule wird schärfer.

Die Abordnung des Kleingärtnervereins Riederwald, die seit Wochen bei Terminen im Römer Präsenz zeigt, verliert langsam die Geduld mit Stadtverordneten und Magistrat. Im Haupt- und Finanzausschuss formulierte sie einen Fragenkatalog und stellte Forderungen auf. Die wichtigste: Im Kooperationsvertrag zwischen Stadt, Bund und Europäischer Schule müsse nachträglich festgehalten werden, dass für den Bau der Schule kein einziger Garten weicht.

Nach einer Machbarkeitsstudie, die die derzeit im Frankfurter Nordwesten untergebrachte Schule in Auftrag gegeben hat, hätte die Einrichtung auf dem Gelände am Ratsweg genügend Platz. Allerdings würden dabei 44 von 105 Gärten auf dem Vereinsgelände „Am Graben“ wegfallen. Ein Unding, findet der Verein um seinen Vorsitzenden Niklas Pauli.

Thomas Schlimme (Grüne) betonte, dass noch keine Entscheidung über das Vorhaben der Schule gefallen sein. Die Stadtverordneten könnten den Kleingärtner:innen aber keine Garantie geben, dass alle Parzellen bleiben, sagte SPD-Fraktionschefin Ursula Busch am Dienstag im Ausschuss: „Das ist die ehrlichste Aussage.“

Yannick Schwander (CDU) kritisierte, dass die Regierungskoalition noch nichts über die Planung sagen könne. Manfred Zieran (Ökolinx) lehnte jeden Eingriff in Gartenflächen ab.

Kämmerer Bastian Bergerhoff (Grüne) versprach dem Verein finanzielle Unterstützung beim Umzug auf Ausgleichsfläche. Vorsitzender Pauli kritisierte, die Gärtner:innen müssten sich diese Areale selbst suchen. Er plädierte dafür, dass die geplanten Sportflächen auf die Außenanlagen der Eissporthalle kommen, so dass die Gärten verschont blieben.

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