Noch gibt es die Frankfurter Sparkasse in der Eckenheimer Landstraße 336. Bald soll Schluss sein in den Räumen.

Eckenheim

Kampf um Sparkassen-Filiale in der Eckenheimer Landstraße geht weiter

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Mehr als 700 Unterschriften haben die Eckenheimer für den Erhalt ihrer Sparkassen-Filiale in der Eckenheimer Landstraße 336 gesammelt. 

Eckenheimer Bürger und die Ortspolitiker wollen sich mit der angekündigten Schließung der Sparkassen-Filiale in der Eckenheimer Landstraße 336 nicht abfinden. Bislang wurden mehr als 1000 Unterschriften zum Erhalt gesammelt, weitere sollen folgen. Zudem will sich der zuständige Ortsbeirat 10 mit dem Thema beschäftigen.

Die Meldung von der Schließung Mitte August sorgte für große Aufregung im Stadtteil. Auf dem Sommerfest des Vereinsrings auf dem Gravensteiner Platz am 17. August lagen Unterschriftenlisten aus, ebenso an einem Stand vor der Nazareth-Kirche in unmittelbarer Nähe der Filiale.

Einen solchen Stand werde es auch am morgigen Donnerstag zu den Öffnungzeiten der Sparkasse (9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr) wieder geben, kündigt einer der Initiatoren und Sozialbezirksvorsteher Herbert Stelz an. Weitere Unterschriftenlisten liegen in Geschäften, Gaststätten, Heimen oder Begegnungszentren aus.

Auch Ulli Nissen hat sich zu Wort gemeldet. Die Frankfurter SPD-Bundestagsabgeordnete, in deren Wahlkreis Eckenheim liegt, hofft, „dass die Unterschriftenaktion erfolgreich sein wird“. Denn die Sparkasse erfülle „eine wichtige Funktion in Eckenheim und darf nicht aus rein betriebswirtschaftlichen Gründen geschlossen werden“. Nissen fürchtet die Einschränkungen, die sich durch eine Filialschließung ergeben würden: „Viele ältere Bürgerinnen und Bürger würden sonst ihren Zugang zu Bankdienstleistungen verlieren.“

Die Schließung indes erfolgt nicht aus rein betriebswirtschaftlichen Gründen. Die sinkenden Zahl der Kunden habe zwar auch eine Rolle gespielt, hatte die Sparkasse den Entschluss begründet. Vor allem aber liege es an der Kündigung durch den Eigentümer der Immobilie, in der ein Teil der Filiale untergebracht ist. So hat es das Unternehmen erneut in einer ausführlichen Antwort dargelegt, die Herbert Stelz als Reaktion auf ein Schreiben erhalten hat.

Auch bei Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) hat sich die Sparkasse gemeldet, um einen Besuch im Ortsbeirat 10 anzubieten. Lange nahm das Angebot an und hat Vertreter der Bank zur Sitzung am 22. Oktober oder am 26. November eingeladen. Derzeit wartet er auf Antwort.

Der Ortsbeirat will aber nicht solange warten. Bereits für die Sitzung am 10. September steht das Thema auf der Tagesordnung. Sowohl SPD als auch CDU haben Anträge vorbereitet. Die SPD fordert, dass der Magistrat bei der Sparkasse und deren Eigentümerin, der Landesbank Hessen-Thüringen, intervenieren soll, um eine Schließung der Filiale zu verhindern. Grund sei der Gemeinnützigkeitsauftrag der Sparkasse, die sie als Anstalt des öffentlichen Rechts habe. Dieser gelte insbesondere für ältere Bürger und die, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind.

Der Antrag der CDU baut auf dem Antrag der SPD auf. Sollte der keinen Erfolg haben, erklärt Robert Lange, dann solle die Sparkasse wenigstens dafür sorgen, dass ein Automat erhalten bleibt.

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