Das Karstadt-Haus an der Zeil in Frankfurt. Das Warenhaus muss schließen. Die Belegschaft wehrt sich.
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Das Karstadt-Haus an der Zeil in Frankfurt. Das Warenhaus muss schließen. Die Belegschaft wehrt sich.

Angestellte kämpfen um Filiale in der Innenstadt

Kampf um Karstadt an der Zeil in Frankfurt geht weiter

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die Belegschaft von Karstadt an der Frankfurter Zeil gibt im Kampf gegen die geplante Schließung nicht auf. Bei einer Mahnwache will sie Unterschriften für den Erhalt des Warenhauses sammeln.

  • Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof schließt dutzende Filialen bundesweit
  • Auch Karstadt an der Zeil in Frankfurt soll dicht machen
  • Die Belegschaft will die Schließung nicht hinnehmen – und bekommt Unterstützung

Frankfurt – Die Beschäftigten des Warenhauses Karstadt an der Frankfurter Zeil sehen weiterhin gute Chancen, die geplante Schließung ihrer Filiale doch noch abwenden zu können. Mit einer Mahnwache am heutigen Mittwoch (08.07.2020), 13 Uhr, vor dem Warenhaus, Zeil 90, fordern sie die Konzernspitze erneut auf, Verhandlungen mit dem Eigentümer der Immobilie aufzunehmen

Zeil in Frankfurt: Vermieter von Karstadt bietet Mietminderung an

Dieser hatte eine Mietminderung von mehr als einer Million Euro pro Jahr offeriert. Betriebsrat und Beschäftigte sammeln zudem Unterschriften bei Kundinnen und Kunden, die mithelfen sollen, die Unternehmensleitung zu ernsthaften Gesprächen über eine Fortführung des Mietverhältnisses zu bewegen. Bereits vor einigen Tagen fand vor dem Karstadt an der Zeil in Frankfurt eine Kundgebung statt.

Frankfurt: Volker Bouffier setzt sich für Zeil-Karstadt ein

Bei einem Gespräch mit dem Betriebsrat des Warenhauses Karstadt an der Zeil versicherte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstagabend (07.07.2020) der Belegschaft seine Unterstützung. Er hatte der Unternehmensspitze bereits in einem Brief dringlich empfohlen, das Angebot des Vermieters näher zu prüfen – und die Konzernchefs auf ihre Fürsorgepflicht als Arbeitgeber hingewiesen. Anders als es nach Gewerkschaftsangaben zunächst geplant war, durften die nach Wiesbaden gereisten Vertreter der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi doch nicht an dem Gespräch teilnehmen. 

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