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Kampf für das Juridicum

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Von: Christoph Manus

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Die Möglichkeit, das Juridicum zu erhalten, soll im Architektenwettbewerb eingeplant werden.
Die Möglichkeit, das Juridicum zu erhalten, soll im Architektenwettbewerb eingeplant werden. © peter-juelich.com

Fachleute diskutieren im Architekturmuseum über möglichen Erhalt des 1960er-Jahre-Baus

Die Chancen, dass das Juridicum auf dem früheren Uni-Campus Bockenheim doch nicht abgerissen wird, sondern erhalten bleibt, scheinen zu steigen. Noch im Sommer hatte Frank Junker, Geschäftsführer der städtischen Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding, der das Areal gehört, einen Abriss des Baus aus den 1960er-Jahren aus Platzgründen als alternativlos bezeichnet. Doch nun wächst in der Stadtpolitik der Wunsch, das Gebäude zu bewahren, neu zu nutzen und einen anderen Standort für die Musikhochschule auf dem Kulturcampus zu suchen, etwa südlich der Bockenheimer Straße. Zuletzt sprachen sich dafür etwa Grüne und SPD im Ortsbeirat 2 und die Oberbürgermeisterkandidatin der Grünen, Manuela Rottmann, aus.

Nun will der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef (SPD), Kandidat seiner Partei für die OB-Wahl im März, am Sonntag bei einer Veranstaltung des Deutschen Architekturmuseums darstellen, wie sich das Juridicum im Kontext des zukünftigen Kulturcampus weiter nutzen lässt. Bei der Finissage der Ausstellung „Nichts Neues – besser Bauen mit Bestand“, die um 16 Uhr im Ausweichquartier des Museums im Ostend, Henschelstraße 18, beginnt, steht die Forderung nach einem Abriss-Moratorium für das einst von Ferdinand Kramer, dann von Heinrich Nitschke ausgeführte Gebäude im Fokus.

Alexander Stumm, der Initiator eines solchen Moratoriums, Miriam Rabmund und Tim Driedger von der Gruppe „Architects for Future“ und Astrid Wuttke, geschäftsführende Gesellschafterin des Frankfurter Architekturbüros Schneider + Schumacher, werden mit dem Kuratorenteam der Ausstellung über eine mögliche Zukunft des Juridicums sprechen.

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