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Das Quartettspiel der Grünen.
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Das Quartettspiel der Grünen.

RÖMERBRIEFE

Kampf der Stadtteile

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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  • Georg Leppert
    Georg Leppert
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Die Grünen haben ein tolles Quartettspiel im Angebot. Die anderen Parteien müssen nachziehen. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Busch: Sechs Bücherschränke. Wie willst du das schlagen?

Leppert: Ach, nee. Das ist die Nordend-Karte. Gegen die habe ich keine Chance.

Busch: Genau. Und der nächste Stich gehört natürlich auch mir. Abstand zu Offenbach: 14,6 Kilometer.

Leppert: Na toll, jetzt spielst du Sindlingen aus.

Wissen Sie noch, früher auf dem Schulhof, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik? Stundenlang haben wir Quartett gespielt. Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h. Zylinder: acht. Das war die Variante mit den Autos. Gab es auch mit Pferden, Dinosauriern und Panzern. Letzteres haben wir aber nie gespielt.

Die Grünen haben nun im Wahlkampf ein eigenes Quartett veröffentlicht. Es geht um Frankfurter Stadtteile. Und die Kategorien sind – sagen wir – typisch grün. Man vergleicht sich bei der Zahl der Bäume und Spielplätze, bei Co-Working-Spaces und Bike-Sharing-Stationen. Und eben beim Abstand zu Offenbach. Der Stadtteil mit den meisten Kilometern gewinnt. Wer Fechenheim auf der Hand hat, hat in dieser Kategorie ein Problem.

Jedenfalls finden wir das Quartett sehr gelungen. Die anderen Parteien sollten das kopieren. Das macht den Grünen auch nichts aus, das sind die gewohnt, schließlich haben ja auch die Linken den Wahlkampf-Slogan von Omid Nouripour, dem grünen Außenminister ... äh ... Außenpolitiker abgeschrieben. Sie wissen schon: Frieden und Eintracht. Wir hatten berichtet.

Die Quartett-Spiele der anderen Parteien

Nur sollten sich die anderen Parteien natürlich auch andere Kategorien ausdenken. Warum sollte die CDU nach Bike-Sharing-Stationen fragen? Ist denen doch egal. Deshalb hier unsere Ideen, worum es bei den Quartett-Spielen der anderen Parteien geht.

CDU: Anzahl der Kameras (öffentlich und privat) im Stadtteil pro 1000 Quadratmeter. Anzahl der Bettlerinnen und Bettler (niedrigste Zahl gewinnt), Höhe der Bußgelder, die die Stadtpolizei wegen Lagerns und aggressiven Bettelns eingetrieben hat (höchster Wert gewinnt).

SPD: Zahl der bereits getätigten Hausbesuche von Peter Feldmann, Dichte an AWO-Einrichtungen im Stadtteil, Zahl der Schulen, die von einem Caterer beliefert werden, den Bildungsdezernentin Sylvia Weber eigentlich verhindern wollte (niedrigster Wert gewinnt).

FDP: Das Westend gewinnt in allen Kategorien – egal welche.

Linke: Höhe des Pro-Kopf-Einkommens (niedrigster Wert gewinnt), Zahl der Suppenküchen, Quote der Kriegsdienstverweigerer.

Ökolinx: Zahl der Lehrer:innen im Stadtteil, die sich weigern zu unterrichten, weil sie die Corona-Mutationen fürchten, Quote der Einwohner:innen, die seit 2010 an mindestens 150 Demos teilgenommen haben. Ansonsten: Nordend zählt doppelt.

Die Partei: Anzahl der Menschen, die Leo Fischer kennen (niedrigster Wert gewinnt), längste Öffnungszeiten von Dönerbuden (nur wenn Knoblauch- und Joghurt-Soße bis nach Mitternacht im Angebot). Bahnhofsviertel ist der Joker.

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es unter www.fr.de/roemerbriefe zu lesen.

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