Aufklärung

Alkoholfrei am Steuer

  • Stefan Simon
    vonStefan Simon
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Zwischen 2017 und 2019 steig die Zahl der wegen Alkohol am Steuer Verunglückten um gut ein Drittel an, zudem gab es 2019 drei Todesfälle. Die Kampagne „Check, wer fährt!“ klärt nun über Alkohol und Drogen im Straßenverkehr auf.

Wer kennt es nicht, sich nach einem Abend mit Freunden und drei, vier Gläsern Apfelwein noch auf das Rad zu schwingen oder hinters Steuer zu setzen und nach Hause zu fahren. Die Konsequenzen daraus können ein Verkehrsunfall mit Todesfolge sein.

Um diese Konsequenzen von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr geht es bei der Kampagne der Fachstelle Prävention „Check, wer fährt!“

Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) eröffnete dazu gestern an der Heinrich-Kleyer-Schule gemeinsam mit dem Drogenreferat, der Fachstelle Prävention des Vereins Arbeits- und Erziehungshilfe die Aktionstage an Schulen, die bis zum 23. September andauern. Wie wichtig die Aufklärung gerade bei jungen Menschen ist, zeigt die größer werdende Zahl der Verkehrsunfälle wegen Alkohol am Steuer. Die Zahl der Verunglückten ist von 153 im Jahr 2017 auf 206 im Jahr 2019 gestiegen. Dazu gab es im vergangenen Jahr drei Todesfälle. So steht es in der Verkehrsunfallstatistik der Polizei. Der Anteil der jungen Menschen sei hierbei am höchsten, sagte Oliver Krause vom Drogenreferat.

Vor dem Schulgebäude der Heinrich-Kleyer-Schule boten Mitarbeiterinnen der Fachstelle Prävention Mitmachaktionen an, um die Themen den Fahranfängern nahe zu bringen.

So konnten die Schülerinnen und Schüler an einem Glücksrad ihr Wissen über Alkohol, Drogen, Medikamente und über E-Scooter im Straßenverkehr testen. Eine Frage lautete zum Beispiel, ab wie viel Promille am Steuer eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) gefordert werde. Oder: Wie viel Alkohol wird im Jahr pro Kopf in Deutschland konsumiert? „Da war ich überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass jeder Deutsche zehn Liter Alkohol trinkt. Das ist viel“, sagte der Berufsschüler Ivan Jozic. Er selbst findet die Aktionen gut und denkt, dass einige Jugendliche an seiner Schule sich das Thema zu Herzen nehmen werden.

„Die Schüler nehmen das Glücksrad gut an. Sie stellen oft Zwischenfragen, aber erzählen auch, dass sie selbst oder ihre Freunde solche Erfahrungen gesammelt haben“, sagte Marika Mögle von der Fachstelle Prävention. Die Aktion böte eben auch einen Raum zur Selbstreflexion.

Außerdem gab es einen Rauschbrillenparcours, der dazu diente, ein Trunkenheitsgefühl zu simulieren. Ein Stand lockte mit alkoholfreien Cocktails und eine Veranstaltung der Polizei informierte über die Nutzung von Smartphones im Straßenverkehr.

Die nächsten Termine: Freitag, 11. September, Ludwig-Erhardt-Schule; Dienstag, 15. September, Bergiusschule; Freitag, 18. September, Falkschule; Dienstag, 22. September, Wilhelm-Merton-Schule; Mittwoch, 23. September, Otto-Hahn-Schule.

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