Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kalbach

Zu wenig Platz zum Parken

  • vonJonas Wagner
    schließen

Nach einer Verkehrskontrolle im Fasanenweg hat sich die Situation dort verschlechtert. Der Ortsbeirat plant einen Ortstermin und will eine Arbeitsgruppe mit Fachleuten einrichten.

Der Februar begann für viele Bewohner:innen des Kalbacher Fasanenwegs mit einer faustdicken Überraschung: Anfang des Monats hagelte es im Rahmen einer Verkehrskontrolle Bußgelder wegen Falschparkens. „Alle Autos in der Straße haben Strafzettel bekommen“, empört sich ein Anwohner in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 12 am vergangenen Freitag. Etwa zwei Dutzend Fahrzeughalter seien betroffen gewesen. „Das ist meiner Ansicht nach Willkür“, findet der Bürger. Seit 48 Jahren wohne er in der Straße, vorgekommen sei so etwas noch nie.

Im Fasanenweg scheint bislang eine Art Gewohnheitsrecht gegolten zu haben, was die Parksituation angeht. Bernd Lochmann, ehemaliger Stadtbezirksvorsteher des Ortsteils und selbst im Fasanenweg wohnhaft, erklärt, er habe Anfang der 2000er Jahre mit einem zuständigen Polizeibeamten abgesprochen, dass Autos auf beiden Seiten des Wegs parken könnten: halb auf der Straße, halb auf dem Bürgersteig. Dort sei dann immer noch genug Platz für Kinderwagen oder Rollatoren.

Die jüngste Verkehrskontrolle habe dazu geführt, dass die Pkw nun gänzlich auf der Straße stünden – dadurch kämen größere Fahrzeuge nicht mehr durch. „Es gibt wesentlich mehr Verkehrsbehinderungen als vorher“, sagt auch ein weiterer Anrainer. Seiner Meinung nach fehlen Markierungen, wo wie geparkt werden darf. Er ergänzt: „Ich wäre dankbar, wenn es eine Art Bürgerdialog gäbe, mit dem man eine praktikable Lösung finden kann.“

Blick auf Parallelstraßen

Das sieht auch der Ortsbeirat so: Einen FDP-Antrag, der einen zeitnahen Ortstermin sowie die Einrichtung einer Arbeitsgruppe fordert, nahmen die Lokalpolitiker:innen mit großer Mehrheit an. Gemeinsam mit Anwohner:innen und Fachleuten, etwa von der Feuerwehr, wollen die Ortsbeiratsmitglieder dort bis Ende des Jahres Konzepte erarbeiten, um die Park- und Verkehrssituation zu verbessern.

Dabei soll der Blick auch auf die Parallelstraßen Falkenweg und Habichtsweg gerichtet werden, wo die Situation ebenfalls „mehr als unbefriedigend“ sei, heißt es im Antrag. Zurückzuführen sei das vor allem auf eine wenig vorausschauende Planung, „welche dazu geführt hat, dass im Verhältnis zu den Kapazitäten der Erschließungsstraßen eine zu hohe Zahl an Wohnungen genehmigt wurde und entstanden ist“. Eine mögliche Lösung könnte nach Ansicht der Freidemokrat:innen ein „Shared Space“ sein, also eine von Auto-, Rad- und Fußverkehr gemeinsam genutzte Fläche. Wie diese allerdings konkret aussehen könnte, ist noch unklar.

Nicht bei allen kommt der Vorstoß des Stadtteilgremiums gut an. „Die Verkehrswende kommt im Hinterland an“, kommentiert ein Bürger in der Fragestunde des Stadtteilgremiums. Es gebe einfach zu viele Autos, findet er, die zudem in den vergangenen Jahren immer größer geworden seien. Der Mann plädiert für eine einfache Lösung: „Schafft eure SUVs ab!“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare