1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Kalbach-Riedberg

Warten auf mehr Grün am Riedbergplatz

Erstellt:

Von: Brigitte Degelmann

Kommentare

Mehr Schatten wünscht sich der Ortsbeirat für den Riedbergplatz.
Mehr Schatten wünscht sich der Ortsbeirat für den Riedbergplatz. © Michael Schick

Die Stadt Frankfurt will erst prüfen, auf welchen Flächen im Stadtteil Riedberg Bäume gepflanzt werden können. Der Ortsbeirat wünscht sich nicht nur mehr Grün für den Riedbergplatz, sondern auch für die zahlreichen Spielplätze, deren Geräte in der prallen Sonne stehen.

Wie könnte man auf den Spielplätzen am Riedberg für mehr Schatten sorgen? Warum wird das Schilf, das in einem Regenrückhaltebecken im Kätcheslachpark wächst, immer so radikal zurückgeschnitten? Wann ist mit einer Begrünung des Riedbergplatzes zu rechnen? Diese und andere Fragen prasselten in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 12 (Kalbach, Riedberg) auf Christian Dienst, Leiter der Abteilung Grünflächenunterhaltung im Grünflächenamt, und Holger Alt, Bezirksleiter Nord, ein.

In Sachen Schilf habe man keine Wahl, sagte Dienst: „Wir haben von der Stadtentwässerung klare Auflagen: Die Regenrückhaltebecken müssen funktionsfähig gehalten werden.“ Lange Halme müssten daher regelmäßig entfernt werden, antwortete er Ronald Bieber (Grüne). Carolin Friedrich (CDU) verwies auf Verletzungsgefahren durch lose Wackersteine am Regenrückhaltebecken. Die Steine seien von Kindern herausgerissen worden. Ein Problem, das Grünflächenamt und Stadtentwässerung bewusst sei, versicherte Alt. Die losen Steine würden demnächst eingesammelt werden, es sei dort eine neue Einfassung geplant.

Weniger Müll

Susanne Kassold (SPD) und Ronald Bieber erkundigten sich nach der Lage im Grünflächenamt im Hinblick auf Personal- und Mittelausstattung. Zwar seien inzwischen zusätzliche Stellen und mehr Geld genehmigt worden, erklärte der Abteilungsleiter – unter anderem für die Kontrolle von Spielplätzen und Bäumen. Die Haushaltslage bleibe jedoch angespannt. „Was sich in den letzten zehn, 15 Jahren aufgestaut hat, ist damit nicht sofort zu bändigen“, sagte Dienst.

Die Riedberger Kinderbeauftragte Eva Bieber gab zu bedenken, dass viele Spielgeräte auf den Plätzen in der prallen Sonne stünden. Holger Alt verwies auf ein geplantes Monitoring der Behörde: Dabei will sie prüfen, wo welche Bäume gepflanzt werden könnten. Auf Spielplätzen sei dies jedoch oft wenig sinnvoll. Denn das Wurzelwerk von Bäumen könne Schäden an Spielgeräten verursachen, zudem gebe es schnell Ärger wegen fallender Blätter und Früchte.

Dass es am Riedberg wenig frei zugängliche Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche gebe, bemängelte Sven Moulden (SPD). Er erinnerte an den Skaterpark, den Jugendliche im vergangenen Jahr für das Quartier angeregt hatten. Es gebe bereits eine Skaterbahn am Martinszehnten, erwiderte Alt. Weitere Projekte seien schwierig umzusetzen, vor allem im Hinblick auf die Landschaftsschutzzonen.

Lob gab es dafür, dass in den vergangenen Monaten größere Abfallbehälter in den Parks und Grünflächen aufgestellt wurden. Dadurch hätten sich die Probleme mit herumliegendem Müll entspannt, meinten Frank Weißke (CDU) und Ragnar Strauch (FDP). Letzterer erkundigte sich nach der geplanten Begrünung des Riedbergplatzes. Eine konkrete Antwort blieben ihm die beiden Behördenvertreter allerdings schuldig. „Wir sind dran, ich kann aber noch nicht sagen, wann es losgeht“, sagte Dienst.

Auch interessant

Kommentare