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Unterstützung für Erhalt des Towercafés

  • vonJonas Wagner
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Der Ortsbeirat 12 spricht sich einstimmig dafür aus, die Gastronomie auf dem Alten Flugplatz Kalbach/Bonames nicht zu schließen.

Der Ortsbeirat 12 hat sich wie erwartet für den Erhalt des Towercafés auf dem Alten Flugplatz Kalbach/Bonames (die FR berichtete) ausgesprochen. Einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion nahmen die Lokalpolitiker und Lokalpolitkerinnen in ihrer jüngsten Sitzung am vergangenen Freitag einstimmig an.

„Mit großer Bestürzung“ habe man von der Schließung des Gastronomiebetriebes erfahren, so die Sozialdemokratische Fraktion. „Vor dem Hintergrund der hohen Aufenthaltsqualität des Alten Flugplatzes, welcher ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, Erholungssuchende, Radfahrer*innen, Spaziergänger*innen darstellt, ist diese Schließung nicht stillschweigend zu akzeptieren“, hieß es im Antrag weiter.

Pachtvertrag gekündigt

Die Betreiberfirma des Cafés, die „Servicegesellschaft für Frankfurt und Grüngürtel“ (SFG), hatte ihren Pachtvertrag aufgrund ausbleibender Einnahmen wegen der Corona-Pandemie gekündigt.

Das sei zur Überraschung der Stadt geschehen, wie Günter Murr, Sprecher des städtischen Immobiliendezernats, der FR sagte. Dennoch sei das Ziel, wieder einen Gastronomiebetrieb am Alten Flugplatz zu haben, erklärte Murrs Kollege Martin Müller, Sprecher des Umweltamtes der Stadt. „Allerdings ist das eine komplexe Sache, da ein Café zu betreiben – gerade in Corona-Zeiten.“

Aktuell laufen Gespräche zwischen verschiedenen städtischen Ämtern und der SFG. Während die Stadtverwaltung sich bedeckt hält, rechnet SFG-Geschäftsführer Ludger Beukmann mit einem zeitnahen Ergebnis: „Das ist in Arbeit.“

Café als Mittelpunkt

Wie wichtig die Gastronomie für den Alten Flugplatz ist, betonte auch Sascha Vogel, CDU-Fraktionschef im Kalbach-Riedberger Stadtteilgremium: „Das Café ist der große Mittelpunkt da.“ Vogel und seine Fraktion fürchteten, dass den anderen auf dem Areal ansässigen Institutionen wie dem Feuerwehrmuseum oder der Naturschule Nachteile durch die Schließung der Gastronomie entstehen könnten – etwa, weil möglicherweise Lagermöglichkeiten oder Veranstaltungsräume wegfielen. Oder weil schlicht die Besucher und Besucherinnen ausblieben.

Sollte dies der Fall sein, „wird der Magistrat gebeten, schnell und unbürokratisch Hilfe zu gewährleisten“, forderten die Christdemokrat:innen in der Sitzung. Ein Ansinnen, das im Ortsbeirat Gehör fand: Auch diesen Antrag nahmen das Gremium einstimmig an.

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