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Wie es nach dem Aus des Fachärztezentrum am Riedbergplatz weitergehen soll, ist derzeit offen.

Riedberg

Sorge um Fachärztehaus am Riedberg

Keine konkreten Pläne, wie es nach der Schließung des Zentrums weitergeht. Der Ortsbeirat befürchtet medizinische Lücken.

Nach wie vor ist nicht geklärt, wie – und vor allem wann – es nach der Schließung des Fachärztezentrums mit der medizinischen Versorgung am Riedberg weitergeht. Derzeit sind der Sitz des Kinderarztes sowie ein halber Arztsitz für Neurologie ausgeschrieben, erklärt der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KVH), Alexander Kowalski. Zudem seien Teile der vormals im Ärztehaus am Riedbergplatz ansässigen Gynäkologie und Neurologie ins Fachärztezentrum Nordwest in Praunheim verlegt worden.

Klar sei, dass die Frauenärztin Caroline Gatzka am Riedberg bleibt. Sie war seit dem vergangenen Jahr im Fachärztezentrum angestellt und wird in Zukunft die Räumen weiter nutzen. Das Nachsehen hat die vormals ebenfalls im Ärztezentrum beschäftigte Ulrike Embaye: Sie wollte eine neue Praxis im benachbarten Mertonviertel eröffnen, doch der KVH-Berufungsausschuss sprach den Gynäkologiesitz letztendlich Gatzka zu – offenbar, weil diese im Stadtteil bleibt, ließ KVH-Sprecher Kowalski durchblicken. „Der Zulassungsausschuss hatte sich eigentlich für mich entschieden“, sagt Embaye enttäuscht. „Ich hatte erwartet, dass das klappt.“ Die Gynäkologin hegt trotzdem keinen Groll: „Es ist für die Bürgerinnen wichtig, dass die Versorgung am Riedberg weitergeht.“

Nahtloser Übergang geplant

Im Ortsbeirat stößt das Vorgehen der „Fachärztezentrum Frankfurt GmbH“ (FÄZ), die zur Stiftung Hospital zum Heiligen Geist gehört, auf Unmut. „Alles, was uns versprochen wurde, wurde nicht gehalten“, empört sich etwa Sascha Vogel, CDU-Fraktionsvorsitzender. Das Stadtteilgremium befürchtete wiederholt, dass der Riedberg nach dem Aus des Fachärztezentrums medizinisch unterversorgt bleibt. Die Stiftung indes hatte seit ihrer Ankündigung, sich im Herbst als Betreiberin des Fachärztezentrums zurückzuziehen, mehrmals einen nahtlosen Übergang in Aussicht gestellt. Daraus ist bislang nichts geworden: Momentan praktiziert lediglich die Psychotherapeutin Christina Kengne-Meuschel nach wie vor in den Räumen des ehemaligen Ärztehauses am Riedbergplatz. Ursprünglich waren im 2011 eröffneten medizinischen Zentrum neben der Psychotherapeutin zwei Gynäkologinnen, eine Neurologin, eine Ärztin für Psychiatrie und Neurologie sowie der Kinderarzt Dominik Dunsch tätig.

Dieser hat den Riedberg verlassen. Der Weggang sei ihm nicht leichtgefallen, sagt Dunsch. „Ich habe in den letzten vier Jahren eine enge Beziehung zu meinen Patienten aufgebaut – da zieht man nicht gerne um.“ Allzu weit weg treibt es ihn allerdings nicht: Seine neue Praxis befindet sich in der Lurgiallee im Mertonviertel, Mitte Dezember soll sie eröffnen. Für die Übergangszeit müssen seine Patient:innen andere Praxen aufsuchen.

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