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Schüler in Riedberg bekommen kältefrei

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Wegen eines technischen Problems sind Klassenzimmer im Gymnasium Riedberg völlig ausgekühlt. Ältere Schüler und Schülerinnen werden heimgeschickt.

Es ist eine ganz schön frostige Überraschung, die auf Schulleiter Helmut Kühnberger am Montagmorgen bei Arbeitsbeginn wartete: Die Klassenräume im Gymnasium Riedberg sind alle völlig ausgekühlt. Es herrschen drinnen dieselben Temperaturen wie draußen, also so um die null Grad. Und weil sich bei solchen Temperaturen schlecht lernen lässt, schickt der Schulleiter die Schüler der Klassen sieben bis zwölf wieder nach Hause. Es gibt sozusagen kältefrei.

„Die Schülerinnen und Schüler waren glücklich“, sagt Kühnberger. „Die Lehrerinnen und Lehrer nicht ganz so, es müssen nun Klassenarbeiten verschoben werden.“

Ursache für die eiskalten Unterrichtsräume: Die Klappen der Nachtauskühlung hatten sich geöffnet – und gingen auch am Morgen nicht mehr zu schließen. Normalerweise sind sie im Passivhaus dazu da, im Sommer die Temperaturen in der Nacht herunterzukühlen. Nur ist aber gerade nicht Sommer. Und so wurde es richtig kalt in den Unterrichtsräumen. Die Schulhausverwalter haben sich das Problem am Morgen gleich angesehen, aber „sie wissen nicht, woran es liegt“, sagt Kühnberger.

Zwar würden sie sich mit der Anlage gut auskennen, aber „irgendetwas stimmt nicht mit der Programmierung“. Deshalb muss die zuständige Fachfirma mit Sitz in Leipzig Techniker schicken. Die kommen auch und haben bis zum Nachmittag laut Günter Murr, Sprecher des Baudezernats, die Klappen auch wieder schließen können. „Nun kann zumindest wieder geheizt werden“, sagt Murr und ist zuversichtlich, dass die Schüler am Dienstag wieder in die Schule gehen können.

Während sich die Mittel- und Oberstufenschüler am Dienstagmorgen äußerst freudig nach Hause begaben, mussten die Fünft- und Sechstklässler in der Schule bleiben. In der Aula und in der Mensa konnten sie sich aufhalten, in diesen Räumen war es warm. „Gerade sind sie im Park und genießen die Sonne“, sagt Kühnberger am späten Vormittag. Denn auch wenn es kalt draußen war, so schien immerhin die Sonne. Es gibt auf jeden Fall schlechtere Tage für kältefrei.

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