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So ist’s recht: Der Radweg auf der Altenhöferallee ist für Radfahrer gedacht, nicht, um kurz mit dem Auto zu halten.

Kalbach-Riedberg

Schilder für Radwege im Norden von Frankfurt

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Stadt enthüllt Verkehrszeichen in Kalbach und am Riedberg. Rund 20 Stadtteile sind nun beschildert.

Die Radwege in Kalbach-Riedberg sind jetzt beschildert. Auf 144 Wegweisern an 50 Standorten werden die Nah- und Fernziele genannt, jeweils mit Kilometerangabe. Radfahrer müssen nicht ständig auf Google Maps schauen, um sich zu orientieren.

Insgesamt sind schon gut 20 Stadtteile in Frankfurt ausgeschildert, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Ziel sei, bis zum Ende der Wahlperiode 2021 ganz Frankfurt ausgeschildert zu haben. Wegweiser stünden schon im Frankfurter Westen, in Hausen, Praunheim, Heddernheim, Niederursel. Kommende Woche gehe die Beschilderung in Nieder-Eschbach weiter, daraufhin in Nieder-Erlenbach und Harheim. Dann komme der Frankfurter Osten an die Reihe, zum Schluss die Frankfurter Innenstadt.

Carolin Friedrich (CDU), Ortsvorsteherin des Ortsbeirates 12, reagierte erfreut. „Viele Vorschläge des Ortsbeirats wurden aufgegriffen“, sagte sie. Kummer bereite ihr das häufige Falschparken von Autofahrern und Lieferdiensten auf den Radwegen, etwa auf der Altenhöferallee, wo der Radweg am Riedbergzentrum auf je 300 Metern pro Richtung rot eingefärbt ist. Die Signalfarbe sollte Falschparker eigentlich abhalten; doch der Erfolg sei gering, so Friedrich.

Für einen Radweg z wischen Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach demonstrieren die beiden Ortsbeiräte am morgigen Freitag ab 18 Uhr.

Die Rad-Demo beginnt in Nieder-Eschbach am Supermarkt Nahkauf in der Straße „Alt-Niedereschbach“. Bürger sind zur Teilnahme aufgerufen. fle

Falschparken hält Oesterling nicht nur auf Radwegen als Problem. Er begrüße die geplante Novellierung der Straßenverkehrsordnung durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Dabei soll verkehrswidriges Parken in zweiter Reihe, auf Geh- und Radwegen sowie Halten auf Schutzstreifen für den Radverkehr künftig nicht nur 100 Euro pro Verstoß kosten. Es soll neben dem Bußgeld auch einen Punkt in Flensburg geben.

„Sinnvoll wäre auch, wenn Verstöße allgemein härter geahndet würde, etwa das Falschparken in den Zonen mit Parkraumbewirtschaftung“, sagte Oesterling. Am Riedbergzentrum kontrolliere die städtische Verkehrspolizei schon regelmäßig.

Um mehr Verkehrsverstöße ahnden zu können, sollte das Personal aufgestockt werden, sagte er. Allerdings sei es schwierig, Mitarbeiter zu finden, die bereit seien, für den Lohn, den die Stadt zahle, zu arbeiten. „Wir müssen etwas bei der Bezahlung machen“, sagte er.

Etwas geschehen soll auch beim geplanten Radweg zwischen Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach. Der ist seit 40 Jahren im Gespräch. Derzeit laufe ein Planfeststellungsverfahren, das stocke, weil eine Ausgleichsfläche für Rebhühner gefunden werden müsse, so Oesterling. Um auf die Notwendigkeit des Radwegs hinzuweisen, ist am Freitag eine Fahrrad-Demonstration geplant. Der Radweg sei wichtig, damit die Schüler nicht länger auf der Straße zwischen den Stadtteilen fahren müssten, sagte Yannick Schwander (CDU), Ortsvorsteher von Nieder-Erlenbach.

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