Axel Leonhardt mit Plänen für das Clubhaus.
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Axel Leonhardt mit Plänen für das Clubhaus.

Riedberg

SC Riedberg: „Wir können mehr als nur Sport“

Axel Leonhardt ist der neue Vorsitzende beim Sportclub. Platznot ist das größte Problem des Vereins.

Drei Jahre, viele Herausforderungen: Axel Leonhardt ist zum Vorsitzenden des SC Riedbergs gewählt worden. Mit dem Bau einer Turnhalle hofft er, die Platzprobleme des Sportclubs zu verringern. Auch das Vereinsleben soll nicht zu kurz kommen.

Vor neun Jahren, als es hier am nördlichen Rand Frankfurts noch mehr Felder als Häuser gab, gründete sich der SC Riedberg. Inzwischen ist viel passiert: „Wir sind mit fast 1400 Mitgliedern quasi ein Leuchtturmprojekt im Stadtteil“, erklärt Alexander Leonhard, „es ist eine interessante Aufgabe, den Verein künftig mitzugestalten.“

Ende Januar wurde Leonhardt auf drei Jahre zum ersten Vorsitzenden gewählt. Dem Riedberger, der zuletzt als Golfsparten-Leiter im Vorstand tätig war, ist es wichtig, dass der Verein breit aufgestellt ist: „Wir sind der größte Fußballverein Hessens und der viertgrößte Basketballverein. Wir bieten aber auch Rugby, Volleyball, Schwimmen, Tischtennis und Wellness-Sport wie Tai-Chi, Pilates und Zumba an.“ Ebenso sei der Verein gegenüber neuen Sportarten offen. Das Problem: Die Sportanlage an der Altenhöferallee platzt bereits jetzt aus allen Nähten. „Es gleicht einer Doktorarbeit, den Platzbelegungsplan zu erstellen“, scherzt Leonhardt.

Der SC Riedberg habe daher große Hoffnung auf die Ankündigung der Stadt gesetzt, einen zweiten Sportplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite in Angriff zu nehmen: „Leider hat sich dieser Plan mehrfach verzögert. Zuerst war es der Feldhamster, dann kam der Bedarf des Stadtschulamts nach weiteren Hallenflächen“, erklärt Leonhardt. Vor 2023 rechnet er nicht mit einer Änderung der Situation. Der Vorsitzende setzt daher auf eine gute Partnerschaft mit den umliegenden Vereinen: „Wir haben alle die gleichen Probleme, wir haben alle zu wenig Platz.“ Wichtig sei es, sich gegenseitig auszuhelfen.

Abhilfe könnte bis dahin auch der Bau einer Turnhalle im vorderen Teil des Sportplatzes schaffen: „Wenn es gut läuft, können wir Ende des Jahres mit dem Spatenstich beginnen“, erzählt Leonhardt. Der Verein befinde sich zurzeit in der finalen Planungsphase mit einem Bauträger. Geplant sei ein einstöckiges Gebäude mit einer Fläche von 285 Quadratmetern, davon 180 zur Sportnutzung. Aufgrund der Höhenverhältnisse will der SC die Halle vor allem für seine Wellness-Sportangebote nutzen. Im Winter stehe die Räumlichkeit zusätzlich den „kleinen Fußballern“ offen. Außerdem entstünden Umkleidekabinen, die die Halle auch für den Grundschul- und Kindergartensport nutzbar macht.

Dass nun doch eine Turnhalle und nicht, wie angedacht, ein Clubhaus realisiert wird, hat vor allem finanzielle Gründe: „Wir konzentrieren uns auf den sportlichen Teil, weil der städtisch gefördert wird. Alles andere hätten wir aus Eigenmitteln bezahlen müssen. Als junger Verein ist das einfach nicht möglich“, erklärt Leonhardt. Aufgrund des hohen Jugendanteils übernehme die städtische Förderung die Hälfte der Baukosten, die andere Hälfte stammt aus zweckgebundenen Rücklagen des Vereins.

Das Thema Vereinsheim ist für Leonhardt damit noch nicht erledigt. Eine Idee könnten Container sein, die sich – anders als ein Clubhaus – in unmittelbarer Nähe zu den Spielfeldern platzieren ließen. Das mache nicht nur die Bewirtung an Spieltagen einfacher, auch die Eltern, die ihre Kinder zu den Spielen begleiten, wären „näher dran“. Vereinsnähe ist für Leonhardt, der selbst von Kindesbeinen an in Vereinen tätig war, ohnehin ein entscheidender Punkt: „Als Sportclub werden wir bislang eher als Dienstleister wahrgenommen. Mein Ziel ist es, zu einem Vereinsleben zu kommen.“

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