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Der Ausbau der A5 bei Kalbach/Riedberg führe zu mehr Lärm und Schadstoffen, kritisiert der Ortsbeirat. Ziel müsse es deshalb sein, den Verkehr zu reduzieren.

Kalbach

Protest gegen Ausbau der A5

  • vonJonas Wagner
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Der Kalbacher Ortsbeirat lehnt eine zehnspurige Autobahn ab. Die Stadtteilpolitiker fühlen sich übergangen.

Gegen einen möglichen zehnspurigen Ausbau der Autobahn 5 regt sich im Ortsbeirat 12 Protest. Das Gremium lehnt eine Vergrößerung der Schnellstraße auf zehn Fahrspuren zwischen dem Nordwestkreuz Frankfurt und Friedberg ab.

Ursprüngliche Pläne sahen den Ausbau der A 5 von derzeit sechs auf acht Fahrbahnen vor. Dies entspreche aber „nicht den künftigen Verkehrserfordernissen“, erklärt Andreas Mehring, Sprecher des hessischen Straßen- und Verkehrsmanagements Hessen Mobil. „Bereits jetzt ist ein rapider Anstieg der Bevölkerung und des damit verbundenen Verkehrsaufkommens entlang der A 5 zwischen der Anschlussstelle Friedberg und dem Frankfurter Kreuz festzustellen.“

Aktuell führt die Behörde daher eine vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie durch. Mit den Ergebnissen rechne man in der ersten Hälfte des kommenden Jahres, so Mehring. Wird die Erweiterung der Autobahn als erforderlich eingeschätzt, führe das Bundesverkehrsministerium nach der Studie eine Kosten-Nutzung-Untersuchung fort. „Im Anschluss daran könnte der zehnstreifige Ausbau der A 5 in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden.“

Das will der Ortsbeirat verhindern. Sowohl Kalbach als auch der Riedberg grenzen an die Schnellstraße. Der Ausbau führe zu mehr Lärm und Schadstoffen, so die antragstellende SPD. Gemeinsames Ziel müsse sein, den Verkehr zu reduzieren. Die Lokalpolitiker fühlen sich überdies von der geänderten Planung übergangen. „Die Beauftragung eines Gutachtens ohne Einbeziehung der Ortsbeiräte sowie der Stadtverordnetenversammlung“ bezeichnen die Sozialdemokraten als eine „grobe Missachtung der parlamentarischen Gremien“.

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