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Neuer Pfarrer der Riedberggemeinde will vor Ort präsent sein

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Von: Gernot Gottwals

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Joachim Winkler hält nun die Predigen in der Kirche an der Riedbergallee 61.
Joachim Winkler hält nun die Predigen in der Kirche an der Riedbergallee 61. © rainer rüffer

Joachim Winkler ist seit Ende des Jahres der neue Pfarrer der evangelischen Riedberggemeinde. Zuvor war er am Frankfurter Berg tätig. Am Riedberg schätzt der 50-jährige Familienvater vor allem das aktive Gemeindeleben.

Der Riedberg und die Gemeinde leben von Ehrenamtlichen und Familien, die hier angekommen sind und sich aktiv einbringen“, lobt der neue evangelische Pfarrer Joachim Winkler. Und davon hat er schon viel mitbekommen, seit er am Riedberg seinen Dienst angetreten hat.

Auch der 50-Jährige ist Familienvater, seine Kinder tauchen mit ihren Geschichten immer mal wieder in seinen Predigten auf. Etwa dann, wenn er erzählt, wie er seinen kleinen Sohn getröstet habe, nachdem dieser hingefallen war.

Noch wohnt der neue Pfarrer am Frankfurter Berg, wo er zuletzt arbeitete, pendelt mit dem Rad oder Auto zwischen Familie, Gottesdienst und Pfarrbüro. Er schätzt die in der Gemeinde bereits etablierten vielfachen Möglichkeiten zwischen eher traditionellen Gottesdienstformen und solchen, in die Kinder und Familien aktiv miteinbezogen werden. „Dazu kommen die Gremien und Gemeindegruppen, die das Gemeindeleben aktiv mittragen“, betont er. Eine wichtige Unterstützung für die Arbeit des Seelsorgers.

In seiner Kindheit zog Winkler mit den Eltern aus Süddeutschland nach Obertshausen im Kreis Offenbach, wo er die evangelisch-methodistische Kirche besuchte und in die Kinder- und Jugendarbeit hineinwuchs. Sein Theologiestudium absolvierte Winkler von 1994 bis 2001 an den Universitäten von Frankfurt, Bochum und Heidelberg. Eine Voraussetzung für die Hochschul- und Berufskarriere war allerdings der Übertritt in die Evangelische Landeskirche von Hessen und Nassau: „Das kam mir auch deshalb entgegen, weil die methodistische Kirche eher Personalgemeinden mit großem Einzugsgebiet kennt“, erklärt Winkler. Er aber findet, Kirche solle vor Ort in einem Viertel oder Stadtteil präsent sein, auch wenn sich die Tendenz zu übergreifender Kooperation weiter fortsetze.

Nach einem erfolgreichen Probegottesdienst am 9. Oktober wählte der Kirchenvorstand Winkler zum Inhaber der neuen Pfarrstelle Frankfurt-Riedberg. Nach seinem Einführungsgottesdienst zum dritten Advent und seinen Verpflichtungen in der Weihnachtszeit bereitet er sich nun auf die Herausforderungen der Zukunft vor: Etwa den Reformprozess „Ekhn2030“ und den Beschluss, die Zusammenarbeit der Gemeinden vor Ort durch die Schaffung sogenannter Nachbarschaftsräume mit regionalen Teams zu stärken.

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