Riedberg

Neue Wohnungen am Frankfurter Riedberg

  • vonJonas Wagner
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Die ersten Bleiben an der Konrad-Zuse-Straße sollen im kommenden Sommer bezogen werden können.

An der Konrad-Zuse-Straße entstehen aktuell etwa 360 Wohnungen. Das Areal der „Berghöfe“, wie das Bauprojekt heißt, umfasst gut 42 000 Quadratmeter – so viel wie sechs Fußballfelder. Der Bauträger, die in Heidelberg ansässige Firma „Deutsche Wohnwerte“, hat jetzt angekündigt, den ersten der acht Höfe 2021 eröffnen zu wollen. „Beabsichtigt ist, Hof 1 im kommenden Sommer fertigzustellen“, erklärte der Sprecher des Unternehmens, Alexander Werschak. „Die ersten Mieter könnten nächstes Jahr einziehen.“

Die Pläne sehen 106 Mietwohnungen vor, der Rest seien Eigentumswohnungen. Informationen der CDU im Ortsbeirat 12, wonach nur Mietwohnungen auf dem Areal gebaut werden sollten, kann Werschak derzeit nicht bestätigen. „Das ist Gegenstand von Verhandlungen“, sagt er. Momentan wisse noch niemand, ob es in den acht Höfen irgendwann ausschließlich Mietwohnungen geben werde. Eines ist laut Werschak gewiss: „Der Mietanteil wird hochgehen.“

Die CDU-Fraktion hatte in einem Antrag auf die vermeintliche Änderung der Planung hingewiesen. Auf Anfrage erklärte Lokalpolitiker Winfried Lampe, sein Fraktionskollege Ingo Warnebold und er selbst hätten von einer Mitarbeiterin der Deutsche Wohnwerte die Auskunft erhalten, in den Berghöfen entstünden ausschließlich Mietwohnungen.

Das „bedeutet für Kaufinteressenten, die lange auf dieses Bauprojekt gewartet haben, eine herbe Enttäuschung“, begründeten die Christdemokraten ihr Auskunftsersuchen beim Magistrat, das das Kalbach-Riedberger Stadtteilgremium einstimmig annahm. Von der Stadt wollte man unter anderem wissen, warum die Planung geändert worden sei und ob die Kommune selbst am Bauträger-Unternehmen beziehungsweise an der Tochterfirma „Frankfurter Wohnwerte GmbH“ beteiligt sei.

Letzteres verneinten sowohl Werschak als auch Mark Gellert, Sprecher des städtischen Planungsdezernats. Laut Gellert liegt für das Berghöfe-Areal ein Bebauungsplan vor. Darin könne die Stadt per Gesetz nicht vorgeben, ob es Miet- oder Eigentumswohnungen sein müssen, die dort gebaut werden. Um dies beeinflussen zu können, müsse man neues Planungsrecht in Form eines Baulandbeschlusses schaffen – im Fall der Berghöfe gebe es einen solchen aber nicht.

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