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Talentshow zum 15. Geburtstag der Kita Sonnenwind im April. Viele Eltern befürchten, dass die Einrichtung an der Kalbacher Höhe schließen muss.

Kalbach / Riedberg

Kitas und Horte in Kalbach und Riedberg bleiben

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Stadträte Sylvia Weber und Jan Schneider beruhigen die Eltern im Ortsbeirat. Viele Mütter und Väter befürchten, dass sich die Betreuungssituation verschlechtern wird.

Es gibt weder eine Schließung von Kitas und Horten auf dem Riedberg, noch einen Aufnahmestopp bei der Kita Sonnenwind“, versichert Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) den Mitgliedern des Ortsbeirats 12 und vielen Eltern in der Sitzung des Gremiums gleich mehrmals. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Sitzungssaal des Familienzentrums Billabong berichten die Stadträtin und Baudezernent Jan Schneider (CDU) am Freitagabend über den aktuellen Sachstand zur Kinderbetreuung in Kalbach-Riedberg.

Der Redebedarf im Publikum ist groß, nachdem bei einem Elternabend im März Vertreter des Stadtschulamtes umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen in der Kinderbetreuung am Riedberg ankündigt hatten (die FR berichtete). Dabei geht es vor allem darum, dass die Grundschule Riedberg ab dem kommenden Schuljahr fünfzügig wird und somit langfristig der Platz für die ebenfalls im Schulgebäude untergebrachte Kita Sonnenwind zu eng werden dürfte.

Betroffene Eltern befürchten, dass die Pläne letztlich auf eine absehbare Schließung der Kita Sonnenwind sowie der Horteinrichtungen der Kitas Schatzinsel und Weltraum hinauslaufen werden. Unter großem Applaus aus dem Publikum überreicht daher Shulin Zhao, Elternbeirätin der Kita Sonnenwind, Bildungsdezernentin Weber eine von über 900 Personen unterzeichnete Petition für den Erhalt der Einrichtungen.

Container am Stadtpfad

Im Vorfeld der Sitzung hatten Eltern der Kita Sonnenwind den eingeladenen Dezernenten zudem eine Liste mit 14 Vorschlägen für einen Alternativstandort der Kita übermittelt. Ein Engagement, welches von den Dezernenten als beispielloser Einsatz gelobt wird. Allerdings seien viele der Vorschläge nicht zu realisieren, bedauert Schneider mit Verweise auf fehlende Bedarfsflächen im bestehenden Bebauungsplan.

Ein paar Möglichkeiten können noch ausgelotet werden, sagt Weber. Bis zum Abschluss dieser Prüfung werden die im März angekündigten Planungen ruhen. „Wir geben uns die allergrößte Mühe einen neuen Standort zu finden, aber wenn sich wirklich keiner der Vorschläge realisieren lässt, werden wir auf den ursprünglichen Plan zurückkommen müssen.“

Positive Nachrichten gab es hingegen aus Kalbach zu vermelden. Die Kita am Kalbacher Stadtpfad konnte soweit erneuert und ertüchtigt werden, dass dort zum kommenden Schuljahr auch Grundschulkinder betreut werden können. Ab Herbst sollen zudem weitere Räume in Containern zur Verfügung gestellt werden, sodass die Kapazitäten noch einmal wachsen, berichtet Weber. Eine Erweiterung des Kinderzentrums „Im Hain“ sei zwar derzeit aufgrund nicht ausreichend vorhandener sanitärer Anlagen nicht möglich. Eine Aufstockung zum Jahr 2021 werde laut Weber jedoch geprüft. „Fürs kommende Schuljahr kann ich Ihnen aber versichern, dass alle Grundschulkinder in Kalbach versorgt sind“, so die Dezernentin.

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