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Sören Pürschel macht mit Hilfe seiner Frankfurter Klappe Mülleimer am Riedberg gegen Krähen sicher.
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Sören Pürschel macht mit Hilfe seiner Frankfurter Klappe Mülleimer am Riedberg gegen Krähen sicher.

Kalbach-Riedberg

Kalbach-Riedberg: Krähensichere Mülleimer

  • VonJonas Wagner
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Tüftler Sören Pürschel hat eine Klappe entworfen, die Mülleimer in Parkanlagen vor Krähen schützen soll. Seine Konstruktion lässt er sich patentieren.

Schon lange sind die Mülleimer im Kätcheslachpark am Riedberg ein Politikum: Immer wieder durchwühlen Krähen die Abfallbehälter auf ihrer Suche nach Essbarem, immer wieder landet dabei Müll auf den Grünflächen. Die Lösung des Problems könnte so einfach sein, findet Sören Pürschel, der Anfang vergangenen Jahres in den Stadtteil zog und feststellte: „irgendwie ist es hier schmutzig wegen der Krähen“, erinnert sich der Volkswirt.

Weil das Grünflächenamt ihm mitteilte, keine Kapazitäten zu haben, schritt er kurzerhand selbst zur Tat: Mit Gewebeband und Plastikbrettern installierte er provisorische Klappen an den Mülleimerdächern. „Das hat gut gehalten“, erinnert er sich. Und geholfen habe es auch: „Alles ist sauber, das ist eigentlich der große Erfolg.“

Das hat auch den zuständigen Ortsbeirat 12 überzeugt. „Diese kleine Innovation hat erheblich dazu beigetragen, dass die Krähen den Müll nicht mehr aus der Öffnung ziehen und in der Umgebung verteilen“, bilanziert das nördliche Stadtteilparlament und fordert, alle Mülleimer mit ähnlich gearteten Metalldeckeln nachzurüsten.

Die Stadt Frankfurt allerdings erteilt dem Wunsch eine Absage. „Klappen an Abfallbehältern werden meistens nur so lange genutzt, bis sie verschmutzt sind“, meint der Magistrat.

Sören Pürschel widerspricht. „Die Leute nutzen die alle. Hauptsache, der Griff ist sauber.“ Inzwischen hat der Tüftler seine Idee weiterentwickelt und Metallklappen entworfen, die sich auf die Abfallbehälter stecken lassen. „Das ist ganz simpel und nicht so teuer“, erklärt er.

Etwa 50 Euro koste eine solche Vorrichtung. Sören Pürschel hat für die „Frankfurter Klappe“ – die es auch in einer Version für Mülleimer ohne kleinem Dach gibt – ein Patent angemeldet und sogar schon einige Exemplare verkauft. Zwar an Privatpersonen, doch „es gibt durchaus Interesse in anderen Gemeinden“, erklärt er, etwa in Regensburg oder in Wuppertal.

Damit seine Frankfurter Klappe auch in der namensgebenden Mainmetropole eingesetzt wird, hat Pürschel im Februar eine Petition auf der städtischen Online-Plattform „Frankfurt fragt mich“ eingereicht. Die notwendigen 200 Unterschriften hat seine Petition erreicht, nun muss der Magistrat sie prüfen.

Der Ortsbeirat spricht sich indes schon jetzt für einen Pilotversuch aus, bei dem Pürschels Idee mit ausgewertet werden soll. Der entsprechende Antrag des Stadtteilgremiums liege dem Grünflächenamt vor, versichert Amtssprecherin Sandra Rosenkranz. „Eine Stellungnahme dazu steht noch aus.“

So lange will Pürschel nicht warten. Er hat nach eigenen Angaben bereits etwa 30 Mülleimer im Kätcheslachpark mit Klappen nachgerüstet. „Ich beschädige nichts, ich mache nichts kaputt – und verbessere die Umwelt“, erläutert er sein Engagement.

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