Kika

Frankfurter könnten besteKlasse Deutschlands werden

Schüler des Riedberg-Gymnasiums haben Chancen, „Die beste Klasse Deutschlands“ zu werden. Doch die Corona-Krise erschwert das Vorhaben sehr.

Superlative sind so eine Sache. Kann man wirklich der oder die Beste in etwas sein? Man kann, findet der Kika und sucht seit 2008 jedes Jahr im Frühling „Die beste Klasse Deutschlands“. Dieses Mal mit dabei: Die 6b des Riedberg Gymnasiums aus Frankfurt. „Die Kinder haben das alles selbst initiiert“, sagt Klassenlehrer Simon Steuer mit Stolz. „Allein der Prozess war spannend und beeindruckend, was die Kinder da geleistet haben“. Denn um aus etwa 750 Bewerbungen für die Kindersendung ausgewählt zu werden, mussten die Schüler der 6b ein Video drehen, in dem sie sich als Klasse präsentieren.

So ein Bewerbungsvideo dreht man natürlich nicht einfach so. Es braucht eine Idee, viel Brainstorming und schließlich einen fertigen Drehplan. Den haben die Elf- und Zwölfjährigen mal eben in den vergangenen Herbstferien auf die Beine gestellt. Zwei Erwachsene aus dem Bekanntenkreis der Eltern lieferten Equipment und Expertise für den eigentlichen Dreh, über den Inhalt aber entschieden allein die Kinder. „Dass jeder involviert ist und jeder mal im Bild ist, das war denen ganz wichtig“, erzählt Steuer.

Und so hat jeder der Sechstklässler seinen eigenen Auftritt im Video, das auf dem Schulhof, im Klassenzimmer und in der Sporthalle gedreht wurde. Dazu singen die Kinder über einen treibenden Beat: „Klar sind wir schlau, aber Thema Nummer eins ist unser Leben zusammen, wir sehen uns jeden Tag und sind füreinander da“. So einen Zusammenhalt findet Steuer beachtlich. Immerhin kennen sich die Kinder erst seit der fünften Klasse. „Es hat sich schnell ergeben, dass die ziemlich zusammengewachsen sind“.

Die Belohnung lässt nicht lange auf sich warten. Kurz vor Weihnachten erhält die 6b die frohe Botschaft – als eine von 32 sechsten und siebten Klassen darf sie um eine gemeinsame Fahrt nach Rom spielen. Dabei geht es bei „Die beste Klasse Deutschlands“ nicht um Schnelligkeit oder Geschick – und auch nicht darum, den Klassenlehrer auf peinliche Weise miteinzubinden, wie Steuer erleichtert anmerkt – sondern um Wissen, Bauchgefühl und Vertrauen zueinander. Zwei Klassen treten in mehreren Fragerunden gegeneinander an, die Gewinner kommen ins Wochenfinale, und mit etwas Glück bis zum Superfinale.

Wie sich die 6b des Riedberg Gymnasiums im Duell gegen eine sechste Klasse aus Heddesheim in Baden-Württemberg geschlagen hat, zeigt sich am Donnerstag um 19.25 Uhr im Kika. Dabei bleibt es dann aber leider auch erstmal, denn wie vielem anderen hat die Corona-Pandemie auch der „besten Klasse Deutschlands“ einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nur wenige Tage nach der Aufzeichnung mit der 6b Anfang März werden die Schulen geschlossen, einen Monat später gibt der Kika Gewissheit: Aus gesundheitlichen Gründen können die Wochenfinals und das Superfinale nicht aufgezeichnet werden.

Das war es dann also mit dem Superlativ. Oder doch nicht? Auf der Kika-Website wenden sich die Moderatoren Malte Arkona und Kim Unger in einer Videobotschaft an Teilnehmer und Fans der Show: „Wir lassen nicht die Köpfe hängen“, verspricht Arkona da, „Es wird auf jeden Fall einen Gewinner geben und auch eine Klassenreise. Vielleicht sogar nach Rom – oder auch nicht. Wir sind dran!“.

Die Sendungmit der 6b des Riedberg Gymnasiums läuft morgen um 19.25 Uhr im Kika.

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