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Eine Verbindung zwischen den Stadtteilen im Norden in der Nacht ist laut Traffiq nicht nötig. Die meisten seien gen Innenstadt unterwegs oder kämen von dort.

Kalbach-Riedberg

Ohne Auto sicher nach Hause

  • vonJonas Wagner
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Der Ortsbeirat Kalbach-Riedberg fordert, dass die Buslinie 27 die Lücke im neuen Nachtfahrplan schließt. Laut Traffiq ist das geplante Angebot ausreichend.

Auch nachts gut angebunden sein – das wünscht sich der Ortsbeirat 12 nicht nur für seinen Stadtteil Kalbach-Riedberg, sondern für den Frankfurter Norden insgesamt. Dafür soll an der U-Bahn-Station Kalbach ein Umsteigeknoten für Nachtbusse entstehen, heißt es in einem Antrag der Grünen-Fraktion, den das Stadtteilgremium jüngst einstimmig verabschiedet hat.

Der Grund für die Forderung ist der im Dezember anstehende Fahrplanwechsel, bei dem das Nachtnetz an Werktagen grundlegend umstrukturiert wird. „Es gibt die Idee des schienennahen Nachtverkehrs“, berichtet Klaus Linek, Sprecher der stadteigenen Nahverkehrsgesellschaft Traffiq, auf FR-Anfrage. Aktuell müssten sich Fahrgäste je nach Zeit und Tag eine andere Verbindung suchen. Um das System übersichtlicher zu gestalten, fahren die Nachtbusse ab dem 13. Dezember ähnlich wie die gleich bezeichneten U-Bahnen: Wo etwa tagsüber und in Wochenendnächten die U7 von Praunheim Heerstraße nach Enkheim fährt, verkehrt in Zukunft nachts der Bus n7.

Die Änderungen haben allerdings eine Lücke zwischen Preungesheim und Kalbach zur Folge: Aktuell verbindet der Nachtbus n4 die Stadtteile – doch aufgrund der Umstrukturierung fährt dieser ab dem kommenden Winter von Bockenheim nach Bornheim, die nördlichen Stadtteile haben das Nachsehen. Deshalb fordert der Ortsbeirat 12, die Buslinie 27 mit zum Teil geänderter Route auch nachts verkehren zu lassen, und zwar von Preungesheim über den Frankfurter Berg und Bonames bis zur U-Bahn-Station Kalbach, wo die Verbindung enden soll. Dort besteht Anschluss zu den Buslinien n8 und 28.

„Gerade junge Menschen sind auch in der späten Nacht in der Stadt unterwegs“, heißt es in dem Antrag. Ihnen müsse man es ermöglichen, ohne Auto „sicher und schnell nach Hause zu kommen“. Traffiq-Sprecher Linek allerdings hat Zweifel, ob die vom Ortsbeirat 12geforderte Verbindung tatsächlich notwendig ist. „Der Binnenverkehr zwischen den Stadtteilen ist nachts relativ gering“, erklärt er. Die meisten Menschen führen in Richtung Innenstadt – oder zurück.

Über den neuen Fahrplan sagt Klaus Linek: „Wir haben die aus unserer Sicht notwendigen Verbindungen abgedeckt.“ Man komme außerdem nach wie vor von einem Stadtteil zum anderen, beispielsweise von Preungesheim nach Bonames – nur dauere es eben länger.

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