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Bei der Talentshow zeigten die Kinder ihr Können.

Riedberg

Feier mit Schattenseite

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Geplante Schließung der Kita Sonnenschein trübt Fest zum 15. Geburtstag. Eltern fordern neuen Standort.

In weißen T-Shirts gekleidet und mit Basecaps und bunten Sonnenbrillen ausgestattet eröffnet der dritte Jahrgang der Grundschule Riedberg am Samstag mit einer Hip-Hop-Aufführung das Fest der Grundschule Riedberg und der Kita Sonnenwind. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der beiden Einrichtungen herrscht im gesamten Gebäude ein reger Betrieb. In der Turnhalle, verschiedenen Klassenräumen und im Foyer: Überall werden diverse Programmpunkte, wie das Herstellen von Freundschaftsbändern oder ein Riedberg-Ratespiel, angeboten.

Doch der festliche Anlass des Jubiläums hat auch eine Schattenseite. Denn nur wenige Wochen vor dem Geburtstag kündigte das Stadtschulamt auf einem Elterninformationsabend an, die Kita perspektivisch schließen zu wollen. Um mehr Platz für die wachsende Schülerzahl der Grundschule Riedberg zu schaffen, sollen die Betreuungsplätze der im selben Gebäude untergebrachten Kita Sonnenwind nach Plänen der Stadt ab dem Jahr 2020 nach und nach in die nahegelegene Kita Schatzinsel integriert werden. Sowohl Lokalpolitik als auch die Elternbeiräte der drei Kitas Sonnenwind, Schatzinsel und Weltraum haben sich bereits geschlossen für den Erhalt der Kita Sonnenwind an einem neuen Standort ausgesprochen (FR berichtete).

Bei der Talentshow zeigten die Kinder ihr Können.

Auch bei den Eltern stoßen die angekündigten Pläne auf großes Unverständnis. So bezeichnet etwa Heike Dickgreber-Föller es als eine Frechheit, „dass bei dem Informationsabend lediglich die Umstrukturierungen präsentiert, aber keinerlei Fragen beantwortet werden konnten“. Sie spricht von einer „großen Fehlplanung“ seitens der Stadt und bezeichnet die in Aussicht gestellte Schaffung von insgesamt 20 weiteren Kitaplätzen letztendlich als, „nicht mehr als einen Tropfen auf den heißen Stein“.

Für Alexander Ilewitsch, dessen vierjähriger Sohn sich in der Kita Sonnenwind nach eigener Aussage „pudelwohl fühlt“, kam die Ankündigung der drohenden Schließung völlig überraschend. Er erzählt, dass die Einrichtung im Stadtteil „sehr großes Vertrauen genießt“ und wünscht sich, dass das bisherige Angebot auch in Zukunft weiterhin aufrechterhalten werden kann.

Ein Wunsch, dem sich auch die Leiterin der Kita Sonnenwind, Marion Filges-Dingel, anschließt. Sie möchte, dass möglichst bald eine Lösung gefunden wird, damit „mein tolles Team und ich auch weiterhin ein Teil dieses Stadtteils sind und auch in Zukunft jeden Tag unser Bestes geben können“.

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