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Fahrgäste der Buslinie 29 stehen weiter im Regen

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Von: Brigitte Degelmann

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Nach wie vor fehlt an sechs Haltestellen der Buslinie 29 ein Wartehäuschen. Der Ortsbeirat bemüht sich seit Jahren, das zu ändern. Bislang ohne Erfolg.

Fröstelnd klammert sich die ältere Frau an ihren Regenschirm. Windig, nass und kalt ist es an diesem trüben Dezembertag. Gerade wartet die Frau an der Haltestelle Ludwig-Fulda-Straße in Sichtweite des Riedbergzentrums auf einen Bus der Linie 29 in Richtung Nordwestzentrum. Im leichten Nieselregen kann sie sich allerdings nirgends unterstellen, denn ein Wetterschutz fehlt. Ärgerlich sei das, findet die Riedbergerin – gerade jetzt in der kalten Jahreszeit.

Die Grünen im Ortsbeirat 12 (Kalbach, Riedberg) sehen das genauso. In einem Antrag, der in der heutigen Sitzung des Gremiums auf der Tagesordnung steht, erinnern sie daran, dass der Magistrat schon mehrfach Überdachungen für sechs Haltestellen im Verlauf der Linie 29 auf dem Riedberg zugesagt hatte und zwar für die Stationen Hans-Leistikow-Straße, Ernst-Balser-Straße, Hans-Poelzig-Straße, Lucy-Hillebrand-Straße, Uni Campus Riedberg und Ludwig-Fulda-Weg.

Zuletzt hatte die Stadtregierung Anfang März dieses Jahres mitgeteilt, dass zumindest drei der Wartehallen im Juli aufgestellt werden sollten, nämlich an der Lucy-Hillebrand-Straße, der Ernst-Balser-Straße sowie der Hans-Poelzig-Straße. Der Wetterschutz für die Haltestelle Hans-Leistikow-Straße wiederum, der ein Gründach erhalten soll, müsse erst beschafft werden. Wegen der derzeit langen Lieferzeiten rechne man mit einer Aufstellung im September oder Oktober.

Von den versprochenen Wartehallen ist immer noch nichts zu sehen. Damit geht die Geschichte in die nächste Verlängerung. Und das nicht zum ersten Mal. Der Ortsbeirat hatte ab 2016 schon mehrfach auf diesen Missstand hingewiesen. Im Sommer 2017, teilte der Magistrat damals mit, sollten die Häuschen installiert werden. Was jedoch nicht passierte. Fast jährlich folgten seitdem Anträge, zuletzt 2021 von der CDU. Doch die Fahrgäste stehen nach wie vor wortwörtlich im Regen. Nun sind es die Grünen, die den Vorstoß unternehmen.

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), die für die Haltestellen zuständig ist, reagiert auf Anfrage zurückhaltend. Man wolle zu dem Thema momentan noch nichts sagen, teilt VGF-Sprecher Bernd Conrads mit. Da es sich um einen offiziellen Antrag aus dem Ortsbeirat handle, sei zunächst ohnehin das Mobilitätsdezernat gefragt, fügt er hinzu. Zudem halte man es für fairer, wenn man die Antwort in einem ersten Schritt dem Stadtteilgremium zukommen lasse, betont der Sprecher.

Der Ortsbeirat12 tagt am heutigen Freitag, 9. Dezember, um 19.30 Uhr im Saal der katholischen Kirche St. Edith Stein, Zur Kalbacher Höhe 56.

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